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31 Tote bei Machtkampf in bolivianischem Gefängnis

und Stichwunden, wie Innenminister Carlos Romero bei einer Pressekonferenz mitteilte.

Zwei der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand, erklärte der Hospital-Direktor Abel Durán am Samstag in Santa Cruz de la Sierra.

Ursache des Gewaltausbruchs am Freitag sei ein Kampf um die Kontrolle von Teilen des Gefängnisses gewesen. «Bei der Gelegenheit wurden Macheten, Messer, Knüppel, Schusswaffen, selbst gefertigte Waffen und Gasflaschen eingesetzt, was einen Brand in dem Gebäude auslöste», sagte der Minister. Bei den Toten handele es sich um 30 Häftlinge und ein Kleinkind von etwa eineinhalb Jahren.

Im größten Gefängnis Boliviens, 20 Kilometer südlich von Santa Cruz de la Sierra im Südosten des Landes, sitzen nach Angaben des Innenministers rund 5000 Häftlinge in einer Art Gefangenenstadt ein. Die Kinder leben bei den Gefangenen. Das Wachpersonal hält sich außerhalb der Haftanstalt auf.

Intern halten die Häftlinge ein eigenes Verwaltungs- und Machtsystem aufrecht. Die Polizei brauchte zwei Stunden, um die kämpfenden Gruppen voneinander zu trennen und das Feuer zu löschen. «Am bedauerlichsten ist, dass diesen Alptraum auch rund 450 Kinder miterleben, die wegen der Verbrechen ihrer Eltern der Freiheit beraubt sind», sagte der Bischof von Santa Cruz, Sergio Gualberto.