9-Euro-Ticket
Das vergünstigte Ticket für den Nah- und Regionalverkehr haben Millionen Menschen in Deutschland genutzt. Michael Matthey/dpa
Norddeutsches Modell

9-Euro-Ticket Nachfolge für den Norden im Gespräch

Dem 9-Euro-Ticket droht nach dem August das Ende, obwohl Millionen Menschen es erworben haben. Das Land Niedersachsen möchte dies nicht hinnehmen und plant notfalls auch ohne den Bund eine norddeutsche Alternative.
dpa
Hannover

Sollte der Bund kein deutschlandweites Folgeangebot für das Ende August auslaufende 9-Euro-Ticket auf den Weg bringen, könnte sich Niedersachsens Verkehrsministerium ein norddeutsches Modell vorstellen. Der Bund sollte die Länder in die Lage versetzen, nach dem Auslaufen des 9-Euro-Tickets ein kostengünstiges, bundesweites Ticket anbieten zu können, teilte das Ministerium in Hannover auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit.

"Alternativ können auch die fünf norddeutschen Bundesländer etwas auf die Beine stellen", sagt das Ministerium

„Sollte ein bundesweites Ticket nicht umsetzbar sein, könnten alternativ auch die fünf norddeutschen Bundesländer etwas auf die Beine stellen”, hieß es aus dem Ministerium. Konkreter wurde die Idee noch nicht. Eine Anschlusslösung des Bundes sollte bis Jahresende stehen, forderte das Ministerium.

Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann (CDU) sagte, eine Anschlusslösung werde nur mit einer deutlichen Anhebung der Bundesgelder möglich sein. „Es kann ja nicht sein, dass der Bund das Ticket initiiert, die Umsetzung den Ländern überlässt, sich für den Erfolg feiern lässt und dann keine Verantwortung für eine Anschlusslösung übernehmen will.”

Am Montag beginnt der letzte Monat des 9-Euro-Tickets. Von Juni bis August können Verbraucher damit für jeweils 9 Euro bundesweit den Nah- und Regionalverkehr nutzen.

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