Abstimmung in Athen über Namensabkommen mit Mazedonien

Abstimmung in Athen über Namensabkommen mit Mazedonien
Abstimmung in Athen über Namensabkommen mit Mazedonien
Petros Giannakouris

Das griechische Parlament will am Nachmittag über ein Abkommen zur Beilegung des seit fast drei Jahrzehnten andauernden Namensstreits mit Mazedonien abstimmen.

Die Parlamentsdebatte darüber hatte bereits am Mittwoch begonnen und hätte eigentlich Donnerstagabend in einer Abstimmung münden sollen. Weil aber viel mehr Abgeordnete sprechen wollten als zunächst angenommen, wurde die Abstimmung auf Freitag verschoben.

Das Abkommen zwischen den Regierungen in Athen und Skopje sieht vor, dass Griechenlands nördlicher Nachbar künftig nicht mehr Republik Mazedonien heißt, sondern seinen Namen in Nord-Mazedonien ändert. Griechische Konservative und Nationalisten boykottieren das Vorhaben, weil auch eine nordgriechische Provinz Mazedonien (altgriechisch: Makedonia) heißt. Sie fürchten, dass künftig international eine mazedonische Sprache und eine mazedonische Nation anerkannt würden.