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ADAC erinnert Merkel an ihr Wahlkampf-Nein zur Pkw-Maut

Der Autofahrerclub ADAC hat Kanzlerin Angela Merkel (CDU) zur Endphase der Koalitionsgespräche an ihr ausdrückliches Nein zu einer Pkw-Maut im Wahlkampf erinnert.

«Bitte stellen Sie sicher, dass die Glaubwürdigkeit der Politik nicht für Partikularinteressen einiger Weniger geopfert wird», schrieb Präsident Peter Meyer nach ADAC-Angaben von Montag in einem Brief an Merkel. Um den Zustand der Straßen dauerhaft zu sichern, sei eine Pkw-Maut nicht erforderlich.

Merkel hatte im Fernsehduell im Wahlkampf gesagt: «Mit mir wird es keine Pkw-Maut geben.» Am vergangenen Freitag sagte sie der CSU ihre Unterstützung zu, eine von der Schwesterpartei geforderte Pkw-Maut in einen Koalitionsvertrag aufzunehmen - unter der Bedingung, dass «kein deutscher Autofahrer stärker belastet wird», wie Merkel beim CSU- Parteitag betonte. Inwiefern dies umsetzbar ist, gilt als offen. Ein ausgearbeitetes Modell für eine Maut liegt bisher nicht vor.