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AfD-Anhängerschaft im Wandel: Mehr Ostdeutsche und Rechte

AfD-Anhängerschaft im Wandel: Mehr Ostdeutsche und Rechte
AfD-Anhängerschaft im Wandel: Mehr Ostdeutsche und Rechte
Daniel Bockwoldt

Die AfD erhält mit ihrer neuen Programmatik mehr Zuspruch aus dem rechten Spektrum. Das geht aus einer Studie des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor.

Danach neigen unter denjenigen, die sich selbst politisch «sehr rechts» verorten, aktuell 22 Prozent der AfD zu. Ein Jahr zuvor waren es erst acht Prozent gewesen. Allerdings haben die Autoren der Studie grundsätzlich nur Menschen betrachtet, die sich einer Partei verbunden fühlen. Nichtwähler und Wechselwähler bleiben dabei außen vor.

Was zudem auffällt: die vor allem von AfD-Vize Alexander Gauland propagierte Positionierung der Partei als «Partei des kleinen Mannes» hat funktioniert. Der Studie zufolge stieg die Anziehungskraft der Partei zwischen 2014 und 2015 unter Arbeitern von zwei auf elf Prozent, unter Arbeitslosen sogar von 1 Prozent auf 15 Prozent.

Auch die Ost-West-Differenz hat sich verstärkt. Aktuell wird der Anteil der AfD-Anhänger für die neuen Bundesländer mit elf Prozent mehr als dreimal so hoch geschätzt wie für Westdeutschland.

Die AfD hatte 2015 einen neuen Vorstand gewählt. Parteivorsitzende sind heute Frauke Petry und Jörg Meuthen. Im Mai dieses Jahres verabschiedete die AfD ein nationalkonservatives Grundsatzprogramm.