ATP FINALS

Alles oder nichts für Zverev: Mammutaufgabe gegen Medwedew

Titelverteidiger Alexander Zverev kämpft bei den ATP Finals der Tennisprofis in London gegen das drohende Vorrunden-Aus. Das Duell mit dem Russen Daniil Medwedew bezeichnete Boris Becker als „Mammutaufgabe”.
dpa
Alexander Zverev
Kämpft bei den ATP Finals gegen den Russen Daniil Medwedew um den Halbfinal-Einzug: Alexander Zverev. Foto: John Walton/PA Wire/dpa
London.

Auch das deutsche Doppel Kevin Krawietz und Andreas Mies kann scheitern oder den Halbfinal-Einzug perfekt machen. Ein Blick auf den letzten Gruppenspieltag am Freitag:

DANIIL MEDWEDEW: Der 23 Jahre alte Russe ist die Nummer vier der Tennis-Weltrangliste. Er hat in diesem Jahr die meisten Matches aller Profis gewonnen (59) und die meisten Endspiele erreicht (9). Er stand bei seinen jüngsten sieben Turnieren sechs Mal im Finale und deklassierte Zverev zuletzt beim Endspiel in Shanghai klar. Er hat allerdings in London gegen Stefanos Tsitsipas 6:7 (5:7), 4:6 und gegen Rafael Nadal nach einem vergebenen Matchball 7:6 (7:3), 3:6, 6:7 (4:7) verloren.

ALEXANDER ZVEREV: Der 22 Jahre alte Hamburger ist die Nummer sieben der Weltrangliste. Er hat ein wechselhaftes Jahr mit sportlichen Rückschlägen und privaten Problemen hinter sich. Zverev gewann das Turnier in Genf und stand in Shanghai und Acapulco im Endspiel. Er hat in London gegen Nadal 6:2, 6:4 gewonnen und gegen Tsitsipas 3:6, 2:6 verloren. Im vergangenen Jahr holte Deutschlands Nummer eins durch einen Finalsieg gegen Novak Djokovic den bislang größten Titel seiner Karriere. „Wenn er sein bestes Tennis spielt, dann schafft er es ins Halbfinale und dann ist alles gut”, sagte DTB-Herrenchef Boris Becker.

DIE KONSTELLATION: Mit einem Sieg wäre Zverev unabhängig vom Ausgang der Partie zwischen Nadal und Tsitsipas weiter. Sollte Tsitsipas gegen Nadal gewinnen, könnte sich Zverev auch eine Niederlage in drei Sätzen leisten. Medwedew erreicht nur das Halbfinale, wenn er Zverev in zwei Sätzen schlägt und sich Tsitsipas gegen Nadal durchsetzt.

DAS DEUTSCHE DOPPEL: Die French-Open-Sieger Kevin Krawietz und Andreas Mies bekommen es im ersten Match des Tages (13.00 Uhr/alle Spiele Sky) mit den an Nummer eins gesetzten, aber bislang sieglosen Kolumbianern Juan Sebastian Cabal/Robert Farah zu tun. Das fränkisch-rheinische Doppel hatte zum Auftakt gegen das niederländisch-rumänische Duo Jean-Julien Rojer und Horia Tecau gewonnen und anschließend gegen die französischen Australian-Open-Gewinner Pierre-Hugues Herbert und Nicolas Mahut verloren. Sie haben das Weiterkommen nicht komplett in den eigenen Händen.

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