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Anti-Terror-Maßnahmen in mehreren Städten Frankreichs

Im Kampf gegen den Terrorismus haben französische Behörden in mehreren Städten Häuser durchsucht. In der Nacht sollen in Toulouse mindestens drei Personen in Gewahrsam genommen worden sein, berichtete die Nachrichtenagentur AFP unter Berufung auf Kreise der Staatsanwaltschaft.

Zudem sei eine Waffe beschlagnahmt worden. Diese und andere Präventivmaßnahmen sollen aber nicht im Zusammenhang mit den Terroranschlägen in Paris und dem Vorort Saint-Denis stehen. Sie gehörten zu Aktionen im Rahmen des über ganz Frankreich verhängten Ausnahmezustandes, den Präsident François Hollande nach den Anschlägen vom Freitagabend über das gesamte Land verhängt hatte.

In Toulouse konzentrierte sich der Einsatz einer Spezialeinheit gegen Islamistenkreise auf das Quartier, in dem der 2012 bei einem Polizeieinsatz getötete Terrorist Mohamed Merah lebte. Dieser hatte im Großraum Toulouse insgesamt sieben Menschen erschossen, darunter an einer jüdischen Schule drei Kinder und einen Lehrer.

Laut einem Bericht des «Le Dauphiné Libéré» wurden in Grenoble und den angrenzenden Gemeinden Echirolles, Fontaine und Saint-Martin-d'Hères zwölf Personen in Gewahrsam genommen. Waffen und Geld seien beschlagnahmt worden. 15 Objekte sollen durchsucht worden sein.