Hubertus Heil
Hubertus Heil (SPD) bei einer Plenarsitzung im Deutschen Bundestag. Der Bundesarbeitsminister will bei einem Gipfel mit Arbeitgebern und Gewerkschaften die Arbeitsmarktintegration ukrainischer Flüchtlinge diskutieren. Fabian Sommer/dpa
Russische Invasion

Arbeitsmarktgipfel zur Integration von Ukraine-Flüchtlingen

Mit der großen Zahl von aus der Ukraine vertriebenen Menschen stellen sich neue Fragen für den deutschen Arbeitsmarkt. Die will Arbeitsminister Heil nun mit verschiedenen Interessensgruppen besprechen.
dpa
Berlin

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil will bei einem Spitzentreffen mit Arbeitgebern und Gewerkschaften an diesem Mittwoch vor allem praktische Fragen der Arbeitsmarktintegration ukrainischer Flüchtlinge lösen.

„Wir haben schon dafür gesorgt, dass diese Menschen mit dem Aufenthaltstitel das Recht haben zu arbeiten”, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). „Damit dies aber auch tatsächlich möglich ist, müssen jetzt schnell und pragmatisch ganz praktische Fragen gelöst werden.”

Es werde etwa über den Zugang zu Sprachkursen, die Anerkennung beruflicher Qualifikationen und Weiterbildungen gesprochen werden. Und: „Da zurzeit vor allem viele Frauen mit Kindern zu uns kommen, geht es etwa um verlässliche Kinderbetreuung.”

Bamf: Genügend Möglichkeiten für Sprachkurse

Zu dem Treffen sind neben DGB-Chef Reiner Hoffmann, Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger und Industrie-und-Handelskammertag-Präsident Peter Adrian auch der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, und Vertreter der Länder eingeladen.

Das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) sieht für Geflüchtete aus der Ukraine ausreichend Möglichkeiten, an Sprach- und Integrationskursen teilzunehmen, wie ein Sprecher dem RND sagte. Da die finanzielle Förderung durch das Bundesamt von der Zahl der Teilnehmenden abhänge, könnten die Träger ohne vorherige Abstimmung mit dem Bundesamt jederzeit mehr Teilnehmer aufnehmen und mehr Kurse anbieten.

„Bei steigender Nachfrage wird sich das Angebot erhöhen, ohne dass dafür ein längerer zeitlicher Vorlauf oder Planungsaufwand nötig wäre.” Auch die Geschäftsführerin des Berufsverbandes für Integrations- und Berufssprachkurse, Christiane Carstensen, äußerte sich beim RND ähnlich.

© dpa-infocom, dpa:220330-99-723107/3

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