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Asiens Börsen beflügeln den Dax

Kurssprünge an Japans Börse und auch kräftige Gewinne in China haben den deutschen Aktienmarkt am Mittwoch beflügelt.

Der Dax gewann im frühen Handel 2,28 Prozent auf 10 505,31 Punkte. Der MDax stieg um 1,85 Prozent auf 19 950,70 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax legte um 1,99 Prozent auf 1753,54 Punkte zu. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sprang zugleich um 2,50 Prozent hoch.

Mit diesem Befreiungsschlag überwinde der Dax seine jüngsten Kurshürden, sagte ein Börsianer. Die weitere Stabilisierung an den chinesischen Börsen und das Tagesplus von fast 8 Prozent an der Tokioter Börse wirkten wie eine Initialzündung für die Aktienmärkte insgesamt.

Die vergangenen Wochen waren vor allem wegen schwacher Konjunkturdaten aus China und extremer Börsenverluste an den dortigen Festlandbörsen auch hierzulande von heftigen Kursturbulenzen geprägt gewesen. In der Vorwoche etwa hatte der Dax 2,5 Prozent eingebüßt.

Unter den Einzelwerten zogen erneut die Papiere der Lufthansa Aufmerksamkeit auf sich, denn der Pilotenstreik darf weitergehen. Dies hatte das Arbeitsgericht in Frankfurt am Main am Dienstagabend in erster Instanz entschieden.

Rechtsmittel gegen den Richterspruch sind aber weiterhin möglich. Seit Mitternacht bestreiken die Piloten Flüge auf den Kurz- und Mittelstrecken. Am Dienstag hatten sie ihre Arbeitsniederlegung in der nunmehr 13. Streikrunde seit April 2014 noch auf Fernflüge beschränkt. Die Aktie legte um unterdurchschnittliche 1,36 Prozent zu.

Einziger Wert mit leichten Kursverlusten war das Papier von K+S, das allerdings bereits am Dienstag kurz vor Börsenschluss um mehr als 7 Prozent hochgeschnellt war. Der kanadische Bergbau- und Düngemittelkonzern Potash will laut dem «Handelsblatt» den deutschen Konkurrenten im Zweifelsfall feindlich übernehmen. Einen entsprechenden Plan habe der Potash-Vorstand vor Brokern in Kanada ausgebreitet, schrieb die Zeitung unter Berufung auf Finanzkreise in Montreal.

Analystenkommentare hingegen trieben die Anteilsscheine von BMW und HeidelbergCement mit jeweils etwas mehr als 4 Prozent an die Index-Spitze. Harald Hendrikse von der US-Investmentbank Morgan Stanley empfiehlt die BMW-Aktie aus Bewertungsgründen. Für das Papier des Zementhersteller aus Heidelberg begeistert sich Analyst Eshan Toorabally von Goldman Sachs.