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Asylstatistik: Hauptherkunftsländer Syrien und Afghanistan

Während im Frühjahr noch viele Asylbewerber aus den Balkanstaaten nach Deutschland kamen, treffen jetzt vorwiegend Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan und dem Irak ein.

Das geht aus einer Asylstatistik für August hervor, die die Menschenrechtsorganisation Pro Asyl veröffentlichte.

Danach stammten im vergangenen Monat 44,5 Prozent aller Neuankömmlinge aus Syrien. Elf Prozent der neu eingetroffenen Flüchtlinge kamen aus Afghanistan und 8,9 Prozent aus dem Irak. Albanien lag mit 8,1 Prozent nur noch auf Platz vier. Im Februar hatte es noch ganz anders ausgesehen: Damals waren die meisten Asylbewerber aus dem Kosovo und aus Albanien gekommen.

Die aktuellen Zahlen zeigten, dass die Diskussion über «vermeintlich sichere Herkunftsländer» eine «Phantomdebatte» sei, sagte Pro-Asyl-Geschäftsführer Günter Burkhardt.

Insgesamt kamen im August den Angaben zufolge 104 460 Asylbewerber nach Deutschland. Etwa elf Prozent von ihnen stammten aus den Staaten des westlichen Balkans.

Da ein Großteil der neu hinzugekommenen Asylbewerber aus Kriegs- und Krisengebieten stammt, ist damit zu rechnen, dass künftig ein höherer Anteil der Antragsteller als Flüchtlinge anerkannt wird. Die Bundesregierung müsse deshalb endlich ein umfassendes, solide finanziertes Programm für die Aufnahme und Integration dieser Menschen vorlegen, forderte Pro Asyl.