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Griechenland will mit Geldgebern über Umschuldung verhandeln

Griechenland will mit Geldgebern über Umschuldung verhandeln
Griechenland will mit Geldgebern über Umschuldung verhandeln
Armando Babani

Die griechische Regierung hat sich mit Parteien der Opposition auf eine gemeinsame Linie für die anstehenden Gespräche mit den internationalen Geldgebern verständigt.

Danach wird die «Aufnahme substanzieller Gespräche» über eine Umstrukturierung der griechischen Staatsschulden eines der Ziele Athens sein, was allerdings in der Eurogruppe auf Widerstand stoßen dürfte.

Diese Vorgaben für die Verhandlungen am Dienstag in Brüssel gehen aus einer gemeinsamen Erklärung hervor, auf die sich Ministerpräsident Alexis Tsipras bei einem Treffen mit Parteichefs der Opposition verständigte. «Die absolute Priorität ist eine Wiederherstellung der Liquidität des Finanzsystems», heißt es in der Erklärung.

«Wir haben dem Ministerpräsidenten den Auftrag erteilt, (am Dienstag) nach Brüssel zu reisen und im Namen des gesamten griechischen Volkes zu verhandeln», sagte einer der Teilnehmer des Treffens. Die Kommunisten (KKE) schlossen sich der gemeinsamen Haltung nicht an. Die rechtsradikale Goldene Morgenröte war zu dem Treffen nicht eingeladen worden.

Regierung und Opposition wiesen in dem Papier darauf hin, dass das Nein der Griechen im Referendum über die Spar- und Reformpolitik keinen Bruch mit der EU bedeute. Als Ziele Griechenlands in den Verhandlungen nannten sie außerdem ein Entwicklungsprogramm zur Senkung der Arbeitslosigkeit sowie «glaubwürdige Reformen» mit einer gerechten Verteilung der Lasten.