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Aus dem Wald ins Museum: Lenin-Kopf geborgen

Aus dem Wald ins Museum: Lenin-Kopf geborgen
Aus dem Wald ins Museum: Lenin-Kopf geborgen
Wolfgang Kumm

Nach fast zweieinhalb Jahrzehnten und langem Hickhack ist der vergrabene Berliner Lenin-Kopf aus Granit geborgen worden.

Ein gelber Kran legte am Donnerstagmorgen den Erdhügel in einem Wald am südöstlichen Stadtrand frei, in dem das tonnenschwere Steinhaupt des russischen Revolutionärs verbuddelt war.

Bekannt wurde der Fall des DDR-Denkmals aus Ost-Berlin nach dem Mauerfall mit dem Film «Good Bye, Lenin!». Ein Millionenpublikum sah in der Tragikomödie, wie die für den Streifen nachgebaute Statue von Wladimir Iljitsch Lenin (1870-1924) davonschwebte - ein Symbol für den Untergang der DDR.

Der Brocken aus rotem Granit wurde auf einen Transporter geladen. Er wird nun in die Spandauer Zitadelle gebracht, wo er Kern einer Ausstellung zu Berliner Denkmälern werden soll.

Das geschleifte Denkmal war 1991 in knapp 130 Teile zerlegt und am Stadtrand abgelegt worden. Nur der Kopf wurde nun freigelegt, die anderen Teile sollen im Boden bleiben. Die vom sowjetischen Bildhauer Nikolai Tomski geformte 19 Meter hohe Statue war 1970 in Ost-Berlin enthüllt worden.