RÜCKHOLAKTION

Auswärtiges Amt: Noch 40.000 Reisende im Ausland

Die Aktion ist beispiellos: Nach Angaben des deutschen Außenministers sind schon fast 200.000 Deutsche wegen der Pandemie in die Heimat gebracht worden. In einigen Ländern sind aber weiter Touristen gestrandet.
dpa
Coronavirus – Neuseeland
Ein Flugzeug der Air New Zealand vor dem Abflug nach Frankfurt am Main am Flughafen von Auckland. Foto: -/Air New Zealand/AP/dpa
Düsseldorf.

Das Auswärtige Amt geht davon aus, dass sich in der Corona-Krise aktuell noch mehr als 40.000 deutsche Reisende im Ausland befinden. Die Angaben beruhten auf Schätzungen, teilte das Ministerium der „Rheinischen Post” (Samstag) mit.

Die meisten Deutschen sind demnach noch in Südafrika, Neuseeland und Peru. Die deutsche Regierung sammelt derzeit wegen der Pandemie gestrandete Urlauber in aller Welt ein und bringt sie nach Hause. Insgesamt seien bislang 194.000 deutsche Touristen zurückgebracht worden, sagte Bundesaußenminister Heiko Maas am Freitag nach Beratungen mit seinen 26 EU-Amtskollegen.

„Logistisch war das für alle Beteiligten ein Husarenstück”, sagte Maas der Zeitung. Zwar sei das Krisenreaktionszentrum einiges gewöhnt. „Aber das Auswärtige Amt ist eben auch keine Fluggesellschaft, die so etwas jeden Tag auf die Beine stellt. Da hatten wir am Anfang eine steile Lernkurve”, sagte der Außenminister. An manchen Tagen seien 20 Flugzeuge zugleich in der Luft gewesen, um deutsche Staatsbürger zurückzubringen.

Die Regierung wolle alle deutschen Reisenden aus dem Ausland zurückholen, sagte der Minister weiter, bat aber zugleich um Geduld: „Bis wann das in jedem Land möglich sein wird, liegt nicht allein in unserer Hand.”

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