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Auto fährt in Peking in Menschenmenge

Fünf Menschen sind in Peking ums Leben gekommen und 38 verletzt worden, als ein Auto vor dem Kaiserpalast in eine Menschenmenge gefahren ist.

Der Geländewagen sei gegen eine antike Steinbrücke vor der Verbotenen Stadt gekracht und habe Feuer gefangen, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Der Fahrer und zwei Insassen in dem Auto starben, außerdem kamen ein Tourist aus China und eine Touristin aus den Philippinen ums Leben, wie die Nachrichtenplattform «Qianlong» berichtete. Unter den Verletzten seien drei Reisende aus den Philippinen und ein Japaner.

Fotos in Sozialen Netzwerken zeigen ein brennendes Auto an der Jinshui-Brücke, unmittelbar vor dem Eingang zur Verbotenen Stadt. Mehrere Menschen berichteten online von einer Explosion. Von offizieller Stelle gab es dafür zunächst keine Bestätigung. Eine U-Bahn-Station in der Nähe des Eingangs zur Verbotenen Stadt wurde gesperrt.

Das Areal unmittelbar vor der Verbotenen Stadt ist normalerweise für Autos gesperrt. Mehrere Steinbrücken führen zum Südeingang des Kaiserpalastes. Metallsperren grenzen den Fußgängerweg von der mehrspurigen Changan-Straße ab. Auf der anderen Straßenseite liegt der Tian'anmen Platz. Es war zunächst nicht bekannt, wie der Wagen hinter die Absperrung kommen konnte.

Das gesamte Gebiet gehört zu dem am besten bewachten und politisch heikelsten Plätzen Chinas. Westlich vom Tian'anmen Platz liegt die Große Halle des Volkes, Sitz des chinesischen Parlamentes. Wenige hundert Meter entfernt residiert Chinas Staatsführung auf dem abgeschirmten «Zhongnanhai»-Gelände.

Die Verbotene Stadt gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und ist eines der meistbesuchten Touristenziele Chinas. Bis zur Revolution 1911 residierten die letzten Kaiser Chinas in dem Palast im Zentrum Pekings.