VERGLEICH ERWARTET

Bayer: Zahl der Glyphosat-Klagen steigt weiter

Die Klagewelle in den USA wegen des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat macht Bayer weiterhin schwer zu schaffen. Anscheinend haben die Klägeranwälte dort massiv um neue Mandanten geworben.
dpa
Bayer – Glyphosat-Streit
Behälter mit Roundup, einem Unkrautvernichter von Monsanto, stehen in einem Regal in einem Baumarkt. Foto: Haven Daley/AP/dpa
Leverkusen.

Im US-Rechtsstreit um angebliche Krebsrisiken glyphosathaltiger Unkrautvernichter ist die Anzahl der Klagen gegen Bayer weiter gestiegen.

Bis zum 6. Februar wurden etwa 48.600 Klagen zugestellt, wie der Agrarchemie- und Pharmakonzern bei der Vorlage der Geschäftszahlen für 2019 in Leverkusen mitteilte. Bayer hatte die Zahl der zugestellten Klagen zuletzt im Oktober mit etwa 42.700 angegeben.

Die Leverkusener und der 2018 übernommene US-Saatguthersteller Monsanto hatten in den ersten drei Glyphosat-Prozessen hohe Schadenersatzurteile kassiert.

Der Konzern will die Schuldsprüche in Berufungsverfahren aufheben lassen. Hinter den Kulissen laufen aber auch Vergleichsgespräche unter Führung des Mediators und Staranwalts Ken Feinberg auf Hochtouren.

Alle weiteren Verfahren wurden daher vertagt, um den Streitparteien Zeit für Verhandlungen zu verschaffen. Die meisten Analysten rechnen mit einem milliardenschweren Vergleich.

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