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Bedenken in der CDU wegen Frauenquote

Die Pläne der Koalitions-Arbeitsgruppe von Union und SPD für eine Frauenquote in Aufsichtsräten stoßen bei der CDU auf Bedenken.

«Das wird in einigen Firmen mit Sicherheit sehr schwierig sein, mit dieser Quote zu leben», sagte der CDU-Wirtschaftspolitiker Michael Fuchs am Montag vor einer Vorstandssitzung in Berlin. Er verwies etwa auf den Maschinenbau, in dem nur wenige Frauen tätig seien. Die Unions-Verhandlungsführerin der Koalitions-AG Familie, Annette Widmann-Mauz (CDU), sagte dagegen: «Wir wollen die Aufstiegschancen von Frauen in der deutschen Wirtschaft befördern.»

Die Arbeitsgruppe von Union und SPD hatte sich darauf geeinigt, dass in Aufsichtsräten börsennotierter Firmen, die ab 2016 neu besetzt werden, mindestens 30 Prozent Frauen vertreten sein müssen. Darüber hinaus müssen große Unternehmen ab 2015 eigene verbindliche Ziele für die Erhöhung des Frauenanteils in Aufsichtsrat, Vorstand und den obersten Management-Ebenen definieren und veröffentlichen.

Widmann-Mauz hob die Vereinbarungen etwa für Familien mit kleinen Kindern und Menschen hervor, die Angehörige pflegen. «Daran kann man klar die Handschrift der Union erkennen.» Die Unterhändler hatten sich auch auf einen Rechtsanspruch für eine zehntägige Familienpflegezeit und ein «Elterngeld plus» geeinigt, das die Kombination von Elterngeldbezug mit einer Teilzeitarbeit verbessern soll.