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Bericht: Kompromiss zum umstrittenen Gas-Fracking

Bericht: Kompromiss zum umstrittenen Gas-Fracking
Bericht: Kompromiss zum umstrittenen Gas-Fracking
Jens Büttner

Die Bundesregierung hat sich nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins «Der Spiegel» auf einen Kompromiss zum umstrittenen Gas-Fracking geeinigt.

Bisher gibt es keine gesetzliche Regelung für die von Umweltschützern bekämpfte Fördertechnik, bei der tiefe Gesteinsschichten unter Einsatz von Chemikalien aufgebrochen werden.

Laut «Spiegel» soll nun eine sechsköpfige Kommission aus Wissenschaftlern gebildet werden, die bei «absoluter Unbedenklichkeit» eine Probebohrung zulassen könnte. Ein bisher geplantes Verbot bis 3000 Meter Tiefe sei gestrichen worden. Nach Darstellung der Grünen bedeutet dies, dass Fracking unter Auflagen zulässig sein soll. Ablehnung in der Bevölkerung werde ignoriert.

Umwelt- und Wirtschaftsministerium hatten einen Gesetzentwurf ausgelotet, mit dem das unkonventionelle Fracking in begrenztem Umfang erlaubt werden soll. Eckpunkte von Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel und Umweltministerin Barbara Hendricks (beide SPD) sahen bisher vor, dass Vorhaben zur Gasförderung aus Schiefer- und Kohleflözgestein oberhalb von 3000 Metern verboten werden. Eine Erprobung der besonders in den USA angewandten Technik solle es nur geben, wenn die Frackflüssigkeit nicht das Grundwasser gefährdet.

Grünen-Fraktionsvize Oliver Krischer kritisierte, die Koalition setze sich über die breite Ablehnung in der Bevölkerung hinweg. Sie ignoriere die ablehnende Haltung fast aller Bundesländern.