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EU-Kommission fordert Abkommen mit Athen in nächsten Tagen

Die Europäische Kommission dringt auf schnelle Fortschritte in den laufenden Verhandlungen über weitere Kredite für Griechenland.

«Die Zeit ist nicht auf unserer Seite», sagte der für Wirtschaft und Währung zuständige EU-Kommissionsvizepräsident Valdis Dombrovskis der «Welt». «Wir brauchen ein Abkommen in den kommenden Tagen.»

Seit Monaten verhandeln Europäische Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds mit der griechischen Regierung über die Auszahlung neuer Milliardenkredite, die das Land vor dem Staatsbankrott bewahren sollen. Am 30. Juni läuft das aktuelle Hilfsprogramm aus.

Eine zügige Einigung sei im besten Interesse Griechenlands, sagte Dombrovskis. Die anhaltende Diskussion über einen möglichen Staatsbankrott habe die griechische Wirtschaft geschädigt. «Die Kosten der Unsicherheit für das griechische Volk in den vergangenen Monaten waren substanziell.» So seien etwa die Arbeitslosenzahlen zuletzt gestiegen. Dombrovskis sieht die Regierung von Ministerpräsident Alexis Tsipras in der Verantwortung, wieder Stabilität zu garantieren.