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Iranisches Atomprogramm: Steinmeier hofft auf Lösung

Iranisches Atomprogramm: Steinmeier hofft auf Lösung
Iranisches Atomprogramm: Steinmeier hofft auf Lösung
Rainer Jensen

Außenminister Frank-Walter Steinmeier reist mit Optimismus zu den entscheidenden Verhandlungen über das iranische Atomprogramm. In Wien soll bis Dienstag um Mitternacht eine Einigung gefunden werden.

«Wir verhandeln seit Wochen unter Hochdruck. Es besteht jetzt die Chance, diesen schon seit über zehn Jahren andauernden Konflikt endlich zu lösen», sagte Steinmeier der «Welt am Sonntag». Ein Atomvertrag soll die Islamische Republik am etwaigen Bau einer Nuklearwaffe hindern.

Die letzten Gespräche mit seinen Amtskollegen John Kerry (USA) und Mohammed Dschawad Sarif (Iran) hätten gezeigt, dass niemand die Verhandlungen verlängern wolle, hob Steinmeier hervor. Allerdings halten Experten eine erneute Fristverlängerung um mehrere Tage für sehr wahrscheinlich.

Frankreichs Außenminister Laurent Fabius, der bereits am Samstagnachmittag am Verhandlungsort eintraf, betonte, dass ein Vertrag zwingend den Zugang zu militärischen Anlagen umfassen müsse. Außerdem gelte es, Irans Atom-Kapazitäten bei Forschung und Produktion dauerhaft zu begrenzen. Heute werden weitere Außenminister erwartet, unter ihnen auch Steinmeier.

Die 5+1-Gruppe (USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland) will Gewissheit, dass der Iran keine Atombombe entwickelt. Im Gegenzug sollen die Wirtschaftssanktionen gegen die Islamische Republik fallen. Der Iran hat jegliche Absicht zum Bau einer Nuklearwaffe bestritten.