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Monopolkommission und Gabriel uneins über Google

Monopolkommission und Gabriel uneins über Google
Monopolkommission und Gabriel uneins über Google
Jörg Carstensen

Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und die unabhängige Monopolkommission sind unterschiedlicher Ansicht über den besten Umgang mit dem Internetkonzern Google.

Gabriel hatte im vergangenen Jahr für Aufsehen gesorgt, als er eine Entflechtung der einzelnen Teile des Internetriesen ins Gespräch brachte.

Doch der Vorsitzende der Monopolkommission, Daniel Zimmer, bezweifelt, «dass es geschickt wäre, die großen Plattformen durch Aufspaltung zu verkleinern».

Selbst große Internetunternehmen lieferten sich einen Konkurrenzkampf, sagte Zimmer in Berlin. «Auch wenn es paradox klingen mag, auch Monopolisten können unter einem gewissen Druck stehen, nämlich unter dem Druck des potenziellen Wettbewerbs.» Für Verbraucher sei die starke Marktmacht nicht unbedingt von Nachteil, da sie die Angebote schätzten und größtenteils kostenlos erhielten.

Gabriel erwiderte, ein weiterer Blick sei nötig, um die Marktmacht von Google einzuschätzen. «Wir müssen die Infrastruktur des Internets insgesamt betrachten.» Mit dem Handy-Betriebssystem Android oder dem Browser Chrome sei Google weit über den Suchmaschinenmarkt hinaus aktiv. «Das heißt, dass Google eine marktbeherrschende Stellung erwirbt in der gesamten Wertschöpfungskette des Internets», sagte der Wirtschaftsminister. Er wolle die Märkte für Wettbewerber offenhalten.