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BGH: Versorger müssen Gas im Kundeninteresse günstig einkaufen

BGH: Versorger müssen Gas im Kundeninteresse günstig einkaufen
BGH: Versorger müssen Gas im Kundeninteresse günstig einkaufen
Jan Woitas

Energieversorger sind nach einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) verpflichtet, im Interesse ihrer Tarifkunden die eigenen Kosten für den Gasbezug niedrig zu halten.

Sie müssen nach Möglichkeit die günstigste Beschaffungsalternative wählen, wie aus der Entscheidung vom Mittwoch hervorgeht. Eine Kundin, die sich gegen mehrere Preiserhöhungen ihres regionalen Versorgers wehrt, erzielte damit zumindest einen Etappensieg. Die Karlsruher Richter kamen zu dem Schluss, dass sich das Landgericht in der Vorinstanz die Umstände der Erhöhungen nicht genau genug angeschaut hat. Es muss den Fall nun noch einmal verhandeln. (Az. VIII ZR 71/10)

Prinzipiell hatte der BGH im Oktober 2015 aber entschieden, dass die Versorger ihre Preise bis zu einer Neuregelung 2014 ohne umfassende Begründung erhöhen durften, solange sie damit keinen Gewinn machen wollten. Es ging nun nur noch um die Frage, wo diese Grenze liegt.