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Biedermann geht nach Bronze Mängel an: «noch Potenzial»

Biedermann geht nach Bronze Mängel an: «noch Potenzial»
Biedermann geht nach Bronze Mängel an: «noch Potenzial»
Martin Schutt

Paul Biedermann will nach WM-Bronze über 200 Meter Freistil seine Defizite bei Start und Wenden abstellen.

«Diese Medaille motiviert mich unheimlich, das letzte Jahr anzugreifen, Fehler auszumerzen und optimal in Rio an den Start zu gehen», sagte er am Montagabend bei der Schwimm-WM in Kasan. Wieder einmal war Biedermann beim Start der langsamste im Achter-Feld gewesen, zudem hatte er die letzte Wende nicht optimal getroffen.

Obwohl er allein dort die 24 Hundertstelsekunden auf den britischen Sieger James Guy liegenließ, konnte Biedermann seine Schwächen mit Humor charakterisieren. «Meine Wenden und der Start, das bleibt das Alleinstellungsmerkmal, dann erkennt man mich direkt», sagte er grinsend und fügte hinzu: «Aber das ist doch schön, wenn man weiß: Mit 29 hat man noch Potenzial.»

Nach der ersten Medaille der deutschen Beckenschwimmer im umgebauten Fußballstadion von Rubin Kasan hofft Biedermann auf eine Initialzündung für das DSV-Team: «Das ist schon wichtig, das zeigt, warum sollten das andere nicht können. Mit jedem Tag werden wir ein bisschen besser.» Die WM dauert bis Sonntag. Biedermann sagte seinen Start über die 100 Meter Freistil ab, um sich für die Staffel über 4 x 200 Meter zu schonen, die er vergangenes Jahr bei der Heim-EM in Berlin als Schlussschwimmer zum Sieg geführt hatte.