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Bischofssynode findet keinen Konsens bei strittigen Themen

Zum Abschluss der Familiensynode im Vatikan haben die Bischöfe keine gemeinsame Linie zu umstrittenen Themen wie den Umgang mit Homosexuellen und Geschiedenen gefunden.

Das geht aus dem Abschlussdokument hervor, das in Rom vorgestellt wurde. Demnach fanden drei entsprechende Punkte nur eine einfache, nicht die eigentlich vorgesehene Zwei-Drittel-Mehrheit, um die Haltung der gesamten Synode widerzuspiegeln.

Vatikan-Sprecher Federico Lombardi betonte auf Nachfrage, das Dokument diene ohnehin als Grundlage für weitere Diskussionen. Das Treffen der Kirchenoberen sollte eine Synode zum gleichen Thema im kommenden Jahr vorbereiten. Definitive Entscheidungen waren nicht erwartet worden.

Zum Abschluss der zweiwöchigen Beratungen der «Synodenväter» - das waren zumeist Vorsitzende der Bischofskonferenzen, Kurienvertreter oder andere führende kirchliche Würdenträger - wandte sich auch Papst Franziskus noch einmal an die Versammlung und dankte allen Beteiligten. «Wir haben tatsächlich eine Erfahrung von «Synode» erlebt (...) einen gemeinsamen Weg», sagte Franziskus dem Vatikan zufolge. Für seine Ansprache erntete der Papst lang anhaltenden Beifall, wie Sprecher Lombardi schilderte - «für fünf Minuten».

Ein Streitpunkt der Synode war der Umgang der katholischen Kirche mit Geschiedenen und die Haltung gegenüber Homosexuellen. Hierzu hatte ein am Montag veröffentlichter Zwischenbericht Aufsehen erregt. Beobachter sahen darin einen neuen Ton der Kirche. Gerade von konservativer Seite war umgehend Kritik laut geworden, das Papier gehe zu weit. Die Synode geht am Sonntag mit der Seligsprechung von Papst Paul VI. zu Ende.