Bundeswehr-Flugbereitschaft stockt nach G20-Pannenflug auf

Bundeswehr-Flugbereitschaft stockt nach G20-Pannenflug auf
Bundeswehr-Flugbereitschaft stockt nach G20-Pannenflug auf
Jörg Carstensen

Die Bundeswehr will Konsequenzen aus dem Pannenflug zum G20-Gipfel von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ziehen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sagte der „Bild am Sonntag”: „Dass die Kanzlerin verspätet zu G20 kam, war bitter. Damit sich so etwas nicht wiederholt, stocken wir jetzt bei den Besatzungen auf und prüfen die Beschaffung von ein oder zwei weiteren Flugzeugen für die Langstrecke.”

Merkel hatte ihre Anreise zum Gipfel in Argentinien Ende November unterbrechen müssen, weil das Funksystem der Regierungsmaschine ausfiel. Bei international herausragenden Terminen wie G20-Gipfeln oder Nato-Treffen soll deshalb dem Bericht zufolge künftig eine komplette Flugzeug-Crew als Notfallreserve bereit stehen. Nach dem Zwischenfall auf dem Weg nach Buenos Aires konnte die Luftwaffe die Kanzlerin nicht in einem anderen Flugzeug rechtzeitig zum G20-Gipfel fliegen, weil keine einsatzfähige Crew der Flugbereitschaft zur Verfügung stand. Merkel wich auf einen Linienflug aus.