Bundesweite Razzien
Die Bundespolizei durchsucht zahlreiche Objekte im Kampf gegen eine mutmaßliche Schleuserbande. Foto: Paul Zinken/dpa Paul Zinken
Kriminalität

Bundesweite Razzien gegen Schleuserbande

Rund 20 Verdächtige sollen mit gefälschten Papieren Leiharbeiter als EU-Bürger ausgegeben und vermittelt haben. Aktuell durchsucht die Polizei zahlreiche Wohnungen und Firmen.
dpa
Berlin

Seit dem frühen Mittwochmorgen geht die Polizei bundesweit gegen eine mutmaßliche Schleuserbande vor. Bundespolizei und Zoll durchsuchten zahlreiche Wohnungen und Firmen, der Schwerpunkt liege dabei auf Berlin und Brandenburg, sagte eine Polizeisprecherin am Morgen.

Verdächtigt werden demnach rund 20 Personen. Sie sollen unter anderem mit gefälschten Ausweispapieren Leiharbeiter aus Nicht-EU-Ländern als EU-Bürger ausgegeben und an große deutsche Logistikunternehmen vermittelt haben.

Haftbefehle vollstreckt

Ermittelt werde deshalb wegen banden- und erwerbsmäßigen Einschleusens von Ausländern, Urkundenfälschung, organisierter Schwarzarbeit und illegaler Beschäftigung. Durchsuchungen gibt es laut der Sprecherin in insgesamt zehn Bundesländern. Betroffen seien die Wohnungen der Beschuldigten, Geschäftsräume, Logistikzentren sowie die Wohnunterkünfte von Arbeitnehmern. Es seien Haftbefehle vollstreckt worden. Bundesweit rechnet die Bundespolizei mit beschlagnahmten Vermögen in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags.

© dpa-infocom, dpa:211208-99-298549/2

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