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CAS: Russin Klischina darf doch bei Olympia starten

CAS: Russin Klischina darf doch bei Olympia starten
CAS: Russin Klischina darf doch bei Olympia starten
Robert Ghement

Die Weitspringerin Darja Klischina darf nun doch als einzige russische Leichtathletin an den Olympischen Spielen von Rio de Janeiro teilnehmen.

Der Internationale Sportgerichtshof CAS gab am Montag dem Einspruch der Athletin gegen einen Ausschluss durch den Leichtathletik-Weltverband IAAF statt.

Klischina habe darlegen können, dass sie für «einen relevanten Zeitraum» außerhalb Russlands für Dopingtests in und außerhalb von Wettkämpfen zur Verfügung gestanden habe, begründete die Ad-hoc-Einheit des CAS in Rio ihre Entscheidung. Damit ist die 25-Jährige bei der Weitsprung-Qualifikation am Dienstag startberechtigt. Die übrigen russischen Leichtathleten sind wegen systematischen Dopings in dem Land von den Spielen ausgeschlossen.

Die IAAF hatte zuvor der Sportlerin auf Grundlage neuer Informationen das Sonderstartrecht wieder entzogen. Die ARD hatte am Sonntag berichtet, dass Doping-Proben von Klischina in Russland entdeckt worden sein sollen, die mutmaßlich illegal geöffnet wurden. Klischina hatte gegen diese Entscheidung Einspruch beim CAS eingelegt. «Im Moment kann ich mich nur von einem System betrogen fühlen, dem es nicht darum geht, den Sport sauber zu halten und die breite Masse der Athleten zu unterstützen, sondern Siege außerhalb der Sportarenen zu erzielen», schrieb sie auf Facebook.

Das Olympia-Startrecht hatte Klischina zunächst als einzige russische Leichtathletin erhalten, weil sie seit drei Jahren in den USA lebt und damit - wie zunächst angenommen-, nicht in das Doping-System ihres Landes eingebunden war.