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Chemnitz wirft neuen Blick auf Jawlensky

Bilder des Malers Alexej von Jawlensky zeigt das Chemnitzer Museum Gunzenhauser von Sonntag an in einer Sonderschau.

Mit rund 40 Gemälden sowie 35 Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken verfügt das haus nach eigenen Angaben über eine der weltweit größten Sammlungen von Werken des Künstlers.

Sie hoffe, dass sich Chemnitz jetzt als «Jawlensky-Ort» durchsetze, sagte die Chefin der Kunstsammlungen, Ingrid Mössinger. Der aus Russland stammende Alexej von Jawlensky (1864-1941) zählte zu den wichtigen Expressionisten zu Beginn des vergangenen Jahrhunderts und gehörte mit Lyonel Feininger, Wassily Kandinsky und Paul Klee zur Ausstellungsgemeinschaft «Die Blaue Vier».

Hintergrund für die Schau «Jawlensky neu gesehen» sind der 150. Geburtstag des Künstlers im März 2014 sowie die Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren. Einige der Werke seien noch nie öffentlich gezeigt worden, hieß es. Die Ausstellung wird von mehr als 20 Leihgaben privater und öffentlicher Sammlungen aus Deutschland, England und der Schweiz ergänzt und hat vor allem das Schaffen des Künstlers aus der Zeit um 1914 im Blick, als er eine Krise durchgemacht habe, wie es hieß. Etwa 70 Werke zeigen seine Entwicklung in den Jahren von 1909 bis 1923. Unter den Leihgaben befindet sich auch das letzte Selbstbildnis von 1930, das seit mehr als 50 Jahren nicht öffentlich zu sehen war.

«Es war bekannt, dass Gunzenhauser eine große Sammlung von Jawlensky hat», sagte die Chefin des Jawlensky-Archivs in Locarno, Angelica Jawlensky Bianconi, eine Enkelin des Künstlers. Die große Zahl der Werke habe sie dennoch überrascht. Die Ausstellung ist bis zum 27. April zu sehen.

Die Sammlung im Museum beherbergt seit Dezember 2007 die Privatsammlung des Münchner Galeristen Alfred Gunzenhauser und umfasst etwa 2500 Kunstwerke vor allem der Klassischen Moderne.