Wladimir Putin und Xi Jinping
Wladimir Putin (l) und Xi Jinping kommen zu ihrem ersten persönlichen Treffen seit Ausbruch der Pandemie zusammen. Ramil Sitdikov/Pool Sputnik Kremlin/dpa
Zusammenarbeit

China und Russland demonstrieren Einigkeit – Putin trifft Xi

Vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele wollen Russlands Präsident Wladimir Putin und Chinas Staatschef Xi Jinping heute zu einem Treffen zusammenkommen. Schon im Vorfeld zeigen sie Einigkeit.
dpa
Peking

Vor dem Hintergrund der Ukraine-Krise und den Spannungen mit den USA wollen China und Russland ihre Zusammenarbeit ausbauen.

Vor dem Treffen zwischen dem russischen Präsidenten Wladimir Putin und Chinas Staats- und Parteichef Xi Jinping in Peking zeigten die Außenminister beider Länder bei einem vorbereitenden Treffen am Vorabend demonstrativ Einigkeit.

Beide Seiten hätten ihre Positionen in der Ukraine-Krise, Afghanistan, Nordkorea und anderen internationalen und regionalen Fragen abgestimmt, hieß es nach den Gesprächen der Außenminister Wang Yi und Sergej Lawrow in einem gemeinsamen Dokument, wie die russische Nachrichtenagentur Tass berichtete.

«China ist bereit, mit Russland zusammenzuarbeiten, um die traditionsreiche Freundschaft und die umfassende strategische Koordination zwischen beiden Ländern zu vertiefen», sagte Wang Yi nach Angaben der amtlichen Nachrichtenagentur Xinhua. China wolle die «internationale Fairness und Gerechtigkeit hochhalten» und den Völkern beider Länder Nutzen bringen.

Erstes Treffen seit über zwei Jahren

Vor der Eröffnung der Olympischen Winterspiele am Freitag in Peking wollen Putin und Xi Jinping zu ihrem ersten persönlichen Treffen seit Ausbruch der Pandemie vor mehr als zwei Jahren zusammenkommen. Beide hatten seither allerdings mehrfach online miteinander konferiert.

Der russische Präsident, der in Peking als «Freund Chinas» geehrt wird, ist der prominenteste Gast bei der Eröffnung der Winterspiele. Wegen der Spannungen mit China und seiner Menschenrechtsverletzungen wird die Feier von einer Reihe von Ländern wie den USA, Großbritannien, Kanada und Australien boykottiert, indem keine ranghohen politischen Vertreter entsandt wurden. Auch Deutschland ist nicht vertreten, spricht allerdings wie Japan nicht von Boykott.

Nach Angaben des chinesischen Außenministeriums wandten sich beide Außenminister auch gemeinsam gegen eine «Politisierung» des Sports. Beide Seiten lehnten außerdem jede Konfrontation zwischen internationalen Lagern und Blockbildung ab, hieß es weiter.


© dpa-infocom, dpa:220204-99-968814/3

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