G20-TREFFEN IN FUKUOKA

China wirbt für gemeinsames internationales Steuersystem

Angesichts legaler Steuerschlupflöcher für Digitalkonzerne wirbt China für eine internationale Reform des Steuersystems.
dpa
Liu Kun
Liu Kun, Finanzminister von China: Angesichts legaler Steuerschlupflöcher für Digitalkonzerne wirbt China für eine internationale Reform des Steuersystems. Foto: Andy Wong/AP

„Es bildet sich Konsens, dass wir neue Regeln brauchen”, sagte Chinas Finanzminister Liu Kun beim Treffen der G20-Wirtschaftsmächte am Samstag in Fukuoka. Gemeinsame Koordinierung sei dabei entscheidend, auch um Doppelbesteuerungen zu vermeiden.

Im Zentrum des Treffens der führenden Industrie- und Schwellenländer standen internationale Mindeststeuern für Unternehmen sowie die Zuteilung von Besteuerungsrechten für Staaten.

Hintergrund ist, dass vor allem Digitalunternehmen wie Google und Facebook weltweit erhebliche Gewinne erzielen, mangels physischer Präsenz in den meisten Ländern aber kaum Steuern bezahlen. Zudem können sie ihre Geschäftstätigkeiten in Steueroasen verlegen und dadurch ihre Steuerlast noch weiter drücken.

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