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Dahlmeier und Schempp streben krönenden Abschluss an

Dahlmeier und Schempp streben krönenden Abschluss an
Dahlmeier und Schempp streben krönenden Abschluss an
Antonio Bat

Angeführt von Doppelsieger Simon Schempp und Verfolgungsgewinnerin Laura Dahlmeier wollen die deutschen Biathleten auch in den letzten beiden Weltcup-Rennen des Jahres der Konkurrenz noch einmal davonlaufen.

In den Massenstarts sind (ab 12.00 Uhr) in Pokljuka insgesamt elf Deutsche, sechs Damen und fünf Herren, am Start. Im Fokus steht «Serientäter» Schempp, der mit seinen Erfolgen in Sprint und Verfolgung den dritten Doppelsieg seiner Karriere schaffte und nun seinen neunten Weltcupsieg anpeilt. Laura Dahlmeier könnte erstmals in ihrer noch jungen Laufbahn zwei Einzelrennen an einem Wochenende gewinnen.

Schempp kann zudem das Kunststück fertigbringen, zum ersten Mal in seiner Karriere alle drei Rennen bei einem Weltcup für sich zu entscheiden. «Danke für die Erinnerung», sagte er lachend auf den Hinweis der Journalisten. «Aber morgen ist ein neues Rennen und eine neue Herausforderung. Da interessieren die bisherigen Ergebnisse keinen mehr», meinte der Uhinger, der aber nach seinem dritten Saisonerfolg mit breiter Brust in das neuerliche Duell mit Weltcup-Gesamtsieger Martin Fourcade geht. «Die Erfolge im Hinterkopf helfen dabei sicher. Morgen gilt es, wieder möglichst fehlerfrei zu schießen und schnell zu laufen.» Aber auch Schempp stecken die letzten Wettkampfwochen in den Knochen. «Das geht schon an die Substanz, aber das geht ja den anderen auch so.»

Im Starterfeld der 30 Besten sind außer Schempp, der neben dem Weltcup-Gesamtführenden Martin Fourcade (Frankreich) und Ole Einar Björndalen (Norwegen) aus der ersten Reihe startet, auch Benedikt Doll, Andreas Birnbacher, Arnd Peiffer und Erik Lesser dabei. Verfolgungs-Weltmeister Lesser, der als Zwölfter in der Verfolgung die halbe WM-Norm geschafft hat und sich damit für den Massenstart qualifizierte, will erneut ein gutes Ergebnis abliefern - und damit als fünfter Athlet aus dem Team von Bundestrainer Mark Kirchner endlich die interne WM-Qualifikationsvorgabe schaffen. Bei den Männern hat nur Daniel Böhm die Qualifikation für den Massenstart verpasst. Er kam nach einer Erkältung kurz vor dem Saisonstart nicht richtig in Fahrt. Im Sprint wurde er nur 66. und war damit auch schon in der Verfolgung nicht dabei.

Die deutschen Damen starten ebenfalls mit großem Selbstvertrauen in das letzte Rennen des Jahres. Laura Dahlmeier zählt zu den Favoritinnen, denn vor allem am Schießstand überzeugte sie mit Nervenstärke. Alle 30 bisher von ihr abgefeuerten Schüsse trafen ins Schwarze. Aber auch sie sehnt die Weihnachtspause herbei. «Jeder ist kaputt und jammert ein bisschen. Jetzt freue ich mich erstmal über den Sieg in der Verfolgung, denn der Massenstart wird ein schwieriges Rennen. Man muss wieder super schießen, um vorne dabei zu sein», sagte die Staffel-Weltmeisterin.

Gute Chancen haben auch die Weltcup-Gesamtdritte Franziska Hildebrand, die aber in der Verfolgung mit drei Fehlern unerwartete Schwächen in ihrer Paradedisziplin zeigte. Zudem wollen Franziska Preuß, Vanessa Hinz, Maren Hammerschmidt und Miriam Gössner die Konkurrenz möglichst hinter sich lassen.