Pianist Helfgott
Der Australier David Helfgott ist krank geworden und kann deshalb nicht nach Deutschland reisen. Andreas Bär Läsker/Weltspiegel Cottbus GmbH/dpa
Pianist

David Helfgotts Auftritt auf Herbst verschoben

Erst konnte der australische Musiker sein bereits für 2020 geplantes Konzert wegen der Corona-Pandemie nicht spielen. Ende April wollte er es nun nachholen. Doch auch daraus wird nichts.
dpa
Cottbus

Das einzige Deutschland-Konzert des Ausnahmepianisten David Helfgott in Cottbus muss verschoben werden. Der australische Musiker sei ernsthaft erkrankt und daher aktuell nicht in der Verfassung, die weite Reise nach Europa anzutreten, teilten die Brandenburger Festspiele als Veranstalter am Dienstag mit.

„In Rücksprache mit seiner Familie und seinem Management sind wir zuversichtlich, im Herbst 2022 das geplante Abschiedskonzert in Cottbus nachholen zu können”, erklärte Präsident Walter Schirnik. Der 74-jährige Helfgott wollte ursprünglich am 27. April im Filmtheater Weltspiegel in der Stadt in Brandenburg auftreten.

Helfgott hatte eine Abschiedstournee für Europa angekündigt. Die Tickets in Cottbus waren innerhalb weniger Tage vergriffen, wie Kerstin Adam, Geschäftsführerin des Veranstaltungsortes Filmtheater Weltspiegel berichtete. Das genaue Datum für das Konzert im Herbst werde in Kürze bekannt gegeben, erworbene Konzertkarten behielten ihre Gültigkeit, hieß es.

Besonderer Auftrittsort

Entschieden habe sich Helfgott, dessen Lebensgeschichte im oscarprämierten Werk „Shine – Der Weg ins Licht” (1996) verfilmt wurde, für den Auftrittsort in Cottbus, als er von seinem Konzertbüro unter anderem auch Bilder des alten Filmtheaters vorgelegt bekam. Das hatten die Veranstalter berichtet. Es ist demnach mit 111 Jahren das zweitälteste noch erhaltene Filmtheater in Deutschland und das älteste in Brandenburg. Als Neubau war es 1911 in Betrieb genommen worden und steht unter Denkmalschutz.

Das Konzert mit dem Pianisten Helfgott war ursprünglich für die Spielzeit 2020 geplant gewesen und musste wegen der Corona-Pandemie bereits mehrfach verschoben werden.

© dpa-infocom, dpa:220419-99-961155/2

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