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Dax-Anleger hoffen auf «Weihnachtsrally»

Der weihnachtliche Kaufrausch scheint auch die Anleger am Frankfurter Aktienmarkt gepackt zu haben. Nach einem verhaltenen Auftakt sprang der Dax ins Plus. Am Nachmittag stand er 0,69 Prozent höher bei 10 681,79 Punkten. Damit knüpfte er an seine positive Vorwoche an.

«Die Weihnachtsrally kommt fast immer», kommentierte Chartexperte Franz-Georg Wenner vom Börsenstatistik-Magazin Index-Radar. Die Anleger hoffen auch nach Ansicht von Jochen Stanzl, Chefanalyst beim Devisenhändler CMC Markets, auf die «saisonal positive Zeit» vor den Feiertagen.

Bei den anderen wichtige Indizes bröckelten die Gewinne hingegen ab: Der MDax der mittelgroßen Werte gab bis zum Nachmittag um 0,14 Prozent auf 20 619,88 Punkte nach, der Technologiewerte-Index TecDax verlor 0,07 Prozent auf 1813,62 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 0,21 Prozent auf 3267,44 Punkte zu.

Auf Jahressicht liegt der MDax allerdings um mehr als 20 Prozent und der TecDax um mehr als 30 Prozent im Plus, während der Dax um knapp 9 Prozent gestiegen ist.

Zu den Favoriten der Anleger im deutschen Leitindex gehörten einige Werte, die auf Jahressicht zu den stärksten Verlierern zählen: Die Titel der Versorger RWE und Eon verteuerten sich um jeweils über 3 Prozent. Seit Jahresbeginn mussten sie wegen der Energiewende in Deutschland höhere Verluste als alle anderen Dax-Titel hinnehmen. Die angesichts des Skandals um gefälschte Abgaswerte gebeutelten Vorzugsaktien von Volkswagen stiegen um 2,50 Prozent.

An der TecDax-Spitze legten die Aktien von SMA Solar um 3,44 Prozent zu dank der Entscheidung des US-Kongresses, die steuerliche Förderung von Investitionen in Solarstromanlagen fortzusetzen.

Die Aktien der Hornbach Holding sanken nach der Veröffentlichung von Geschäftszahlen um 0,66 Prozent. Wegen des milden Herbsts war das Wintersortiment weniger gefragt.

Am deutschen Rentenmarkt sank die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,40 Prozent am Freitag auf 0,39 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,06 Prozent auf 140,01 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,13 Prozent auf 159,25 Punkte. Der Kurs des Euro stieg: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0870 (Freitag: 1,0836) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9200 (0,9229) Euro.