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Dax bleibt auf Talfahrt

Dax bleibt auf Talfahrt
Dax bleibt auf Talfahrt
Fredrik Von Erichsen

Der Dax ist mit weiteren Verlusten in den Handel gestartet. Als Belastung sahen Händler den schwachen japanischen Aktienmarkt.

Auch von der Wall Street kam keine Unterstützung. Zuletzt sank der deutsche Leitindex um 1,26 Prozent auf 10 087,97 Punkte. Nach einem freundlichen Wochenbeginn hatte er schon am Mittwoch an Schwung verloren.

Der Start der Unternehmensanleihen-Käufe durch die Europäische Zentralbank am Vortag habe den europäischen Märkten keinen positiven Schub geben können, sagte Analyst Michael Hewson von CMC Markets UK. Dies und der hohe Eurokurs trübten die Stimmung. Ein Händler verwies auf einen Artikel im «Wall Street Journal», demzufolge US-Starinvestor George Soros in Erwartung wirtschaftlicher Turbulenzen auf fallende Kurse setzt.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen verlor vor diesem Hintergrund am Donnerstagvormittag 0,90 Prozent auf 20 636,63 Punkte und der Technologiewerte-Index TecDax gab um 1,27 Prozent nach auf 1676,82 Punkte. Für den Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 ging es um 1,14 Prozent auf 2985,21 Zähler bergab.

Bei den Unternehmen sorgten Analystenkommentare für Kursausschläge. Bei Dax-Spitzenreiter RWE konnten sich die Anleger über ein Plus von 0,41 Prozent freuen, nachdem das Analysehaus Raymond James die Aktien des Versorgers positiv beurteilte.

Die Vorzugsaktien von Volkswagen verloren nach einem Medienbericht mit dem Markt 0,91 Prozent und knüpften damit an die schwache Vortagsentwicklung an. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig ermittle im Abgas-Skandal wegen möglicherweise verschwundener Dokumente gegen einen Mitarbeiter des Autobauers, berichteten NDR, WDR und «Süddeutsche Zeitung». Zumindest für die Stimmung gegenüber der Aktie sei die Nachricht negativ, kommentierte ein Händler.

Am Nachmittag rücken noch die Aktien der Deutschen Telekom und des Medienkonzerns Axel Springer in den Fokus. Denn dann findet die Pressekonferenz der Deutschen Fußballliga zur Vergabe der Medienrechte ab der Bundesliga-Saison 2017/18 statt. Die Telekom-Titel gehörten zunächst mit minus 2,97 Prozent zu den größten Dax-Verlierern, Axel Springer gaben im MDax um 1,31 Prozent nach.

Eon-Aktien verloren 7 Prozent. Schuld an der roten Laterne im Dax war aber vor allem der Dividendenabschlag von 0,50 Euro je Aktie. Auch beim Klinikbetreiber Rhön-Klinikum und beim Technologiekonzern Jenoptik sorgte vor allem der Dividendenabschlag für optisch schwache Kurse.