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Dax geht nach Rekordjagd zunächst die Puste aus

Der Dax hat nach seinem jüngsten Rekordlauf erst einmal einen Schritt zurück gemacht. Der deutsche Leitindex fiel bis zum Montagnachmittag um 0,55 Prozent auf 10 031,39 Punkte. Das am Freitag erreichte Allzeithoch von 10 093 Punkten bleibt damit aber in Sichtweite.

Für den Index der mittelgroßen Werte, den MDax, ging es zum Wochenauftakt um 0,52 Prozent auf 17 094,97 Punkte nach unten, während der Technologiewerte-Index TecDax um 0,10 Prozent auf 1380,87 Punkte stieg. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone fiel um 0,77 Prozent.

Etwas auf die Stimmung drücken laut Marktanalyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets der nachlassende Schwung in Chinas Exportwirtschaft sowie Produktionsdaten aus der deutschen Industrie. Letztere war schwächer als erwartet ins Schlussquartal gestartet. China wiederum hatte im November zwar einen Rekord-Handelsüberschuss erzielt. Das lag jedoch an den niedrigeren Importen, während das Wachstum der Ausfuhren deutlich nachgelassen hatte.

Die Aktien des Energiekonzerns Eon fielen nach einem negativen Analystenkommentar um 1,91 Prozent. Allerdings hatten die Papiere seit Monatsanfang auch kräftig zugelegt. Die Aktien des Konkurrenten RWE-Aktien sackten im Schlepptau um 2,57 Prozent ab.

Die Aktien der Lufthansa gaben nach ihrem zuletzt guten Lauf um gut ein Prozent nach. Ein Händler begründete das mit wieder aufgeflammten Sorgen vor einer Kapitalerhöhung.

Zu den gefragten Dax-Werten zählten die Aktien der Merck KGaA mit einem Plus von 0,69 Prozent. Der Darmstädter Pharma- und Chemiekonzern ist bei der geplanten Milliardenfusion mit der amerikanischen Sigma Aldrich einen wichtigen Schritt weitergekommen. Die Aktionäre des US-Konzerns hatten dem Zusammenschluss mehrheitlich zugestimmt.

Am Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,64 Prozent am Freitag auf 0,63 Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,17 Prozent auf 138,39 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,23 Prozent auf 152,47 Punkte vor. Der Kurs des Euro gab nach. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,2258 (Freitag: 1,2362) Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8158 (0,8089) Euro.