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Dax gibt weiter nach

Der möglicherweise bevorstehende Militäreinsatz gegen Syrien hat den deutschen Aktienmarkt auch am Mittwoch belastet. Die Verluste fielen aber geringer aus als noch am Dienstag. Der Dax hatte im frühen Handel gleichwohl erstmals seit Mitte Juli wieder die Marke von 8200 Punkten gerissen und sank zuletzt um 0,97 Prozent auf 8163 Punkte.

Tags zuvor war der Leitindex bereits wegen der wachsenden geopolitischen Unsicherheit um 2,28 Prozent eingeknickt.

Für den MDax ging es gegen Mittag um 1,25 Prozent auf 14 336 Punkte nach unten, und der TecDax fiel um 1,59 Prozent auf 1005 Punkte. An den europäischen Börsen hielten sich die Abschläge in Grenzen: Der Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,42 Prozent auf 2738 Punkte.

Eine Woche nach dem mutmaßlichen Giftgaseinsatz rückt ein Militärschlag des Westens gegen das syrische Regime immer näher. Der Sender NBC berichtete, Raketenangriffe auf Ziele in dem Land könnten bereits am Donnerstag beginnen. Die USA, Großbritannien, Frankreich und die Arabische Liga beschuldigen die Regierung von Machthaber Baschar al-Assad, mit Giftgas Hunderte Menschen bei Damaskus getötet zu haben, darunter zahlreiche Kinder.

Laut Marktstratege Robert Halver von der Baader Bank rechnen die Anleger derzeit mit einem regional begrenzten Militärschlag ohne Eskalation auf die Nachbarländer. Insofern reagierten sie auch nicht panisch.

Im Dax sackten die Titel der Lufthansa derweil als einer der schwächsten Werte um 4,23 Prozent auf 13,345 Euro ab und fielen damit auf den tiefsten Stand seit Dezember. Die Sorge vor einer Eskalation des Syrien-Konflikts hatte die Ölpreise weiter stark nach oben getrieben.

Autozulieferer zählten ebenfalls zu den größten Verlierern am deutschen Aktienmarkt, nachdem Schaeffler seine Umsatzprognose gesenkt hatte. Continental-Titel waren mit minus 4,20 Prozent zweitschwächster Wert im Dax. Die Aktien von Leoni mit einem Abschlag von 6,08 Prozent und ElringKlinger-Papiere mit minus 3,50 Prozent stachen im MDax negativ hervor.