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Dax nimmt Marke von 10 000-Punkten wieder ins Visier

Dax nimmt Marke von 10 000-Punkten wieder ins Visier
Dax nimmt Marke von 10 000-Punkten wieder ins Visier
Fredrik Von Erichsen

Der Dax hat am Dienstag nach einem schwachen Start wieder Anlauf auf die Marke von 10 000 Punkten genommen.

Als Kursstützen dienten einmal mehr der schwache Eurokurs und moderat steigende Ölpreise. Zudem deutete sich ein freundlicher Handelsstart an der Wall Street an. Am Nachmittag notierte der deutsche Leitindex 1,50 Prozent höher bei 9989,72 Punkten.

Ein schwacher Euro verbilligt deutsche Produkte für Käufer außerhalb des Währungsraums, während steigende Ölpreise von vielen Anlegern als positiver Konjunkturindikator interpretiert werden. Europäische Wirtschaftsdaten wurden großteils ebenfalls positiv aufgenommen. Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs des Euro auf 1,1168 (Montag: 1,1215) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,8954 (0,8917) Euro.

Der MDax der mittelgroßen Unternehmen gewann vor diesem Hintergrund am Dienstag 1,04 Prozent auf 20 483,53 Punkte, und der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 legte um 1,73 Prozent auf 2983,60 Zähler zu. Dagegen schaffte der Technologiewerte-Index TecDax nur ein Plus von 0,09 Prozent auf 1676,05 Punkte.

Die Aktie der Deutschen Bank drehte nach Anfangsverlusten ins Plus und gewann zuletzt 0,63 Prozent. Damit steckte sie gleich mehrere negative Nachrichten gut weg: Die Ratingagentur Moody's senkte die Bonitätsnote für das Finanzinstitut, die US-Börsenaufsicht ermittelt mal wieder, und ein Gericht in den USA brachte erneut Klagen wegen manipulierter Zinssätze auf den Tisch. «Die Anleger der Deutschen Bank sind Leid gewohnt», kommentierte Analyst Michael Seufert von der Landesbank NordLB den letztlich stabilen Aktienkurs.

Für die Volkswagen-Vorzugsaktien ging es um 1,71 Prozent hoch. Die Titel des Autobauers profitierten von einer positiven Studie sowie einer angehobenen Gewinnprognose der Finanzsparte. Zudem profitierte der exportstarke Autobauer vom schwächelnden Euro. Auch BMW und Daimler legten klar zu.

Im MDax ging es für Evonik-Titel um 4,95 Prozent bergab, nachdem der Finanzinvestor CVC Capital Partners seinen Ausstieg angekündigt hatte. CVC war nach der RAG-Stiftung der zweitgrößte Aktionär.

Am Rentenmarkt stieg die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 0,05 Prozent am Vortag auf 0,07 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,07 Prozent auf 142,24 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,06 Prozent auf 163,67 Punkte.