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Dax rutscht ins Minus

Die Stimmung im Dax hat sich am Montagmorgen eingetrübt.

Der deutsche Leitindex müsse sich immer noch an die bevorstehende Zinswende in den USA gewöhnen, schrieb Analyst Andreas Paciorek vom Broker CMC Markets. Nach einem freundlichen Start rutschte der Dax ab und notierte zuletzt 0,40 Prozent schwächer bei 11 445,29 Punkten.

Gegen Ende der vergangenen Woche hatte das wichtigste deutsche Börsenbarometer nach einem guten Lauf bereits ein Stück weit nachgegeben. Der robuste US-Arbeitsmarktbericht vom Freitag hatte Experten in der Erwartung einer ersten US-Zinserhöhung seit Ausbruch der Finanzkrise im September bestärkt. Höhere Zinsen belasten Aktien, weil andere Anlageformen wie Anleihen wieder attraktiver werden.

Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es am Montagmorgen um 0,48 Prozent auf 21 013,08 Punkte bergab. Besser hielt sich der Technologiewerte-Index TecDax mit einem knappen Minus von 0,04 Prozent auf 1759,13 Punkte. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 0,31 Prozent auf 3626,41 Punkte.

Gute Vorgaben der Übersee-Börsen milderten indes den Abwärtsdruck auf den Dax. An der Wall Street deutete sich für Montag ein freundlicher Start an. Die asiatischen Aktienmärkte legten zu Wochenbeginn bereits überwiegend zu. Die deutlichen Gewinne an den gebeutelten chinesischen Festlandbörsen begründeten Experten mit der Hoffnung, dass die Regierung nach schwachen Außenhandels- und Preisdaten Maßnahmen zur Wachstumsunterstützung ergreift.

In Europa und Deutschland blieb es am Montag in Sachen Konjunktur und Unternehmen eher ruhig. Favorit der Anleger im Dax waren die Aktien der Allianz, die mit plus 1,11 Prozent von Kursziel-Anhebungen mehrerer Analysten profitierten. Dagegen büßten die RWE-Aktien 0,96 Prozent ein. Deutschlands zweitgrößter Energiekonzern will angesichts eingebrochener Gewinne seine Firmenstruktur deutlich straffen und berät auf einer Sondersitzung über ein Umbauprogramm.