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Dax rutscht unter 10.000 Punkte

Dax rutscht unter 10.000 Punkte
Dax rutscht unter 10.000 Punkte
Fredrik Von Erichsen

Die jüngste Erholung des Dax ist am Dienstag merklich ins Stocken geraten. Der deutsche Leitindex fiel im frühen Handel wieder unter die Marke von 10.000 Punkten und verlor 0,83 Prozent auf 9979,54 Punkte.

Bereits an den vergangenen beiden Handelstagen war das Börsenbarometer unter dem Strich nahezu auf der Stelle getreten. In der Vorwoche hatte der Dax seinen Kurseinbruch in Folge des Brexit fast komplett wettgemacht.

Nach Ansicht der Investmentanalystin Antje Laschewski von der Landesbank Baden-Württemberg scheint der deutsche Aktienmarkt nach der jüngsten Kursrally reif für eine baldige Gegenbewegung zu sein, zumal neben zahlreichen anderen Risikofaktoren auch eine Lösung der Bankenkrise in Italien noch auf sich warten lasse.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne gab am Dienstag um 0,20 Prozent auf 20 588,24 Punkte nach. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 0,53 Prozent auf 1635,56 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 verlor 0,83 Prozent.

Die Berichtssaison ging in eine neue Runde. Dabei ragte Zalando positiv heraus: Der Online-Modehändler erhöhte nach einem überraschend starken zweiten Quartal die Gewinnprognose für das laufende Jahr. Zuletzt schnellten die Papiere an der MDax-Spitze um gut 17 Prozent nach oben.

Zweitbester MDax-Wert waren die Papiere des Gabelstapler-Herstellers Kion mit einem Plus mehr als 3 Prozent. Das Unternehmen sicherte sich per Kapitalerhöhung eine knappe halbe Milliarde Euro für die Übernahme des US-Konzerns Dematic. Börsianern zufolge erzielte Kion einen guten Preis für seine Anteilsscheine.

Schlusslicht waren die Anteilsscheine von K+S mit minus 2,61 Prozent. Dem Dünger- und Salzhersteller droht nach einem Vorfall in der kanadischen Legacy-Mine ein späterer Produktionsstart. Am 17. Juli war während eines Tests ein Prozessbehälter in einer Produktionsstätte der Mine beschädigt worden.

Am Dax-Ende fielen die Vorzugsaktien von Volkswagen um 1,75 Prozent. Mehrere US-Bundesstaaten wollen trotz des ausgehandelten Milliardenvergleichs eine weitere Klage gegen den Autobauer auf den Weg bringen.