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Dax steigt in Richtung 11 000 Punkte

  Der Dax hat sich am Montag von seinem Dämpfer in der Vorwoche ein Stück weit erholt. Bei ansonsten relativ dünner Nachrichtenlage habe die sehr starke Reaktion der New Yorker Börsen auf den US-Arbeitsmarktbericht für gute Laune gesorgt, sagten Händler. Der deutsche Leitindex hielt sich am Nachmittag mit 1,73 Prozent im Plus bei 10 938,56 Punkten.

Der MDax der mittelgroßen Konzerne stand zuletzt 1,87 Prozent höher bei 21 295,05 Zählern. Für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 2,15 Prozent auf 1874,72 Punkte nach oben. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 rückte am Nachmittag um 1,39 Prozent vor.

Mit seinem starken Wochenstart arbeitet der deutsche Leitindex daran, die Enttäuschung über EZB-Präsident Mario Draghi aus der Vorwoche vergessen zu machen.

Nach den geldpolitischen Beschlüssen der Europäischen Zentralbank hatte der Dax einen kräftigen Rückschlag hinnehmen müssen und war am vergangenen Donnerstag mit einem Tagesminus von 3,58 Prozent wieder unter 11 000 Punkte gefallen.

Die Anleger hatten darauf gehofft, dass die EZB die Geldschleusen noch weiter öffnet als sie es letztlich getan hat.

Tagesgewinner im Dax waren Vonovia-Aktien mit einem Kursgewinn von 3,52 Prozent. Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für den Zukauf des Wettbewerbers Deutsche Wohnen gegeben. Die Papiere des Übernahmeziels stiegen um 4 Prozent.

Das Aus für ein Krebsmittel drückte dagegen bei den Aktien des Darmstädter Pharmakonzerns Merck etwas auf die Stimmung. Der Dax-Konzern musste kurz vor dem Ziel die Forschung an seinem Medikamenten-Kandidaten Evofosfamide gegen Bauchspeicheldrüsen- und Weichteilkrebs stoppen. Ein Händler sagte: «Das ist keine schöne Nachricht, aber auch kein Grund, Merck-Aktien abzustrafen.» Die Papiere verloren 0,39 Prozent.

Am deutschen Rentenmarkt fiel die Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere auf 0,47 (Freitag: 0,48) Prozent. Der Rentenindex Rex stieg um 0,09 Prozent auf 139,46 Punkte. Der Bund-Future gewann 0,55 Prozent auf 156,52 Punkte. Der Euro verlor an Wert: Die Europäische Zentralbank (EZB) setzte den Referenzkurs auf 1,0809 (Freitag: 1,0902) US-Dollar fest. Der Dollar kostete damit 0,9252 (0,9173) Euro.