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Dax verliert nach freundlichem Wochenstart

Dax verliert nach freundlichem Wochenstart
Dax verliert nach freundlichem Wochenstart
Fredrik Von Erichsen

Nach einem freundlichen Wochenstart ist der Dax erneut auf Talfahrt gegangen. Druck kam aus Übersee, wo der vom starken Yen belastete japanische Nikkei wieder unter die Marke von 16 000 Punkten gesunken war.

In den USA hatte zudem die Wall Street am Vorabend ihre jüngste Rally unterbrochen und in Deutschland enttäuschten überraschend schwache Auftragseingangsdaten für die Industrie.

Der deutsche Leitindex büßte im frühen Handel 2,11 Prozent auf 9614,42 Punkte ein. Der Index der mittelgroßen Werte MDax verlor 1,58 Prozent auf 19 945,85 Punkte, und für den Technologiewerte-Index TecDax ging es um 1,52 Prozent auf 1616,63 Punkte nach unten. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 sank um 1,82 Prozent.

Die japanische Währung ist gegenüber dem US-Dollar so stark wie seit anderthalb Jahren nicht mehr - das bereitet den japanischen Konzernen Sorgen um ihre Gewinne beim Export. In Deutschland ging derweil im Februar der Auftragseingang im Verarbeitenden Gewerbe überraschend deutlich zurück, während Experten im Vergleich zum Vormonat mit einem leichten Anstieg gerechnet hatten.

Unternehmensseitig dagegen sind die Nachrichten dünn gesät: Im Dax bildeten die Aktien von Thyssenkrupp das Schlusslicht mit minus 4 Prozent. Der Industrie- und Stahlkonzern übernimmt wie tags zuvor bereits spekuliert den Minderheitsanteil von Vale am brasilianischen Gemeinschaftsstahlwerk CSA. Als Gegenleistung wurde ein «symbolischer Kaufpreis» vereinbart sowie ein sogenannnter Besserungsschein für den Fall eines Verkaufs von CSA.

In den Blick rückten zudem die Papiere des Autozulieferers Schaeffler, die im SDax etwas mehr als 7 Prozent auf 12,90 Euro einbüßten. Die Schaeffler Verwaltungs GmbH hat 94,4 Millionen Vorzugsaktien zum Preis von je 13,10 Euro an institutionelle Investoren verkauft. Mit dem Geld will Schaeffler seine Schulden abbauen.

Damit befinden sich jetzt alle Vorzugsaktien im Streubesitz - und somit sind die Chancen auf einen Aufstieg in den MDax gestiegen. «Schaeffler sollte sich für die Juni-Anpassung als Fast Entry für den MDax qualifizieren», sagte Index-Expertin Petra von Kerssenbrock von der Commerzbank.