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Dax verliert nach US-Arbeitsmarktbericht

Der Dax hat am Freitag nach einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht moderat nachgegeben. Die Beschäftigtenzahl außerhalb der Landwirtschaft war im Juli um 162 000 Stellen und damit weniger als erwartet gestiegen.

Der deutsche Leitindex gab daraufhin 0,23 Prozent auf 8391 Punkte nach. Auf Wochensicht bedeutet dies aber immer noch ein Plus von rund 1,80 Prozent.

Der MDax fiel am Freitag um 0,08 Prozent auf 14 561 Punkte, und der TecDax büßte 0,23 Prozent auf 1002 Punkte ein. Der EuroStoxx 50 als Leitindex der Eurozone stand zuletzt 0,26 Prozent tiefer bei 2801 Punkten.

Der offizielle US-Arbeitsmarktbericht sei den positiven Vorgaben der wöchentlichen Arbeitslosenstatistik, des ADP-Reports sowie der ISM-Beschäftigungskomponente nicht gerecht geworden, kommentierte Analystin Viola Julien von der Landesbank Hessen-Thüringen die Daten. Dessen ungeachtet habe sich der robuste Stellenaufbau aber fortgesetzt. Nach dem zuletzt guten Lauf des deutschen Leitindex hielten sich viele Investoren nun erst einmal zurück, sagte Fondsmanager Thilo Müller MB Fund Advisory.

Auf Unternehmensseite ging es vor dem Wochenende deutlich ruhiger zu als in den vergangenen Tagen. Allianz-Aktien zählten mit plus 0,67 Prozent zu den besten Werten im Dax. Europas größter Versicherer blickt nach dem zweiten Quartal etwas optimistischer auf das Gesamtjahr.

Die Lufthansa schrieb derweil wegen hoher Sanierungskosten im ersten Halbjahr unter dem Strich rote Zahlen. Daraufhin fielen die Papiere der Fluggesellschaft als klares Schlusslicht im Dax um 4,34 Prozent.

Am Rentenmarkt stieg Umlaufrendite börsennotierter Bundeswertpapiere von 1,32 Prozent am Vortag auf 1,42 Prozent. Der Rentenindex Rex fiel um 0,50 Prozentpunkte auf 133,42 Punkte. Der Bund Future rückte um 0,04 Prozent auf 142,38 Punkte vor. Der Kurs des Euro zog nach den US-Arbeitsmarktdaten kräftig auf zuletzt 1,3258 US-Dollar an. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuvor auf 1,3203 (Donnerstag: 1,3236) Dollar festgesetzt. Der Dollar kostete damit 0,7574 (0,7555) Euro.