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Dax vor US-Arbeitsmarktbericht leicht im Minus

Der Dax ist am Freitag leicht in die Verlustzone gerutscht. Vorsichtige Anleger hielten sich vor dem US-Arbeitsmarktbericht zurück, sagten Börsianer. Der deutsche Leitindex sank bis zur Mittagszeit um 0,20 Prozent auf 8218 Punkte.

Im bisherigen Wochenverlauf verbesserte er sich damit allerdings noch um 1,4 Prozent. Der MDax verlor am Freitag 0,67 Prozent auf 14 511 Punkte. Der TecDax büßte 0,73 Prozent auf 1043 Punkte ein.

Die US-Notenbank Fed hatte eine Drosselung ihrer hochexpansiven Geldpolitik angekündigt, sobald sich die Wirtschaftslage in den Vereinigten Staaten gebessert hat. Die Arbeitsmarktdaten gelten daher als besonders wichtiger Indikator. Stefan Hötte vom Broker IG kommentierte: «Nimmt man die bislang veröffentlichten Zahlen zum Anlass, könnte die Fed schon zum Ende des Septembers beginnen, weniger Geld in Anleihen und Immobilien zu investieren.»

Im Dax waren an diesem Tag vor allem die Versorgeraktien gefragt, nachdem sie in jüngster Zeit besonders oft auf den Verkaufslisten der Anleger gestanden hatten. Zudem sorgte auch eine positive Branchenstudie für Auftrieb. Die RWE-Aktien gewannen an der Index-Spitze knapp 7 Prozent und die von Eon stiegen an zweiter Stelle um knapp 5 Prozent.

Die Papiere der Commerzbank und der Deutschen Bank sanken ungeachtet einer positiveren Einschätzung der Ratingagentur Moody's zum deutschen Bankensystem marktkonform. Nach mehr als fünf Jahren änderte die Agentur erstmals wieder den Ausblick für die Branche für die nächsten 12 bis 18 Monate von «negativ» auf «stabil».