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De-Bruyne-Wechsel zu ManCity nahezu perfekt

De-Bruyne-Wechsel zu ManCity nahezu perfekt
De-Bruyne-Wechsel zu ManCity nahezu perfekt
Peter Steffen

Jetzt fehlt nur noch der Medizin-Check und natürlich die Unterschrift unter dem Millionen-Deal. Der Wechsel von Kevin De Bruyne vom VfL Wolfsburg zu Manchester City ist schon vor den letzten Formalien quasi in trockenen Tüchern.

Am Mittwoch erzielten beide Fußball-Vereine eine grundsätzliche Einigung. Der VW-Club aus Niedersachsen erhält für Belgien-Star De Bruyne mindestens 75 Millionen Euro. Wolfsburgs Manager Klaus Allofs will heute zu dem Rekord-Geschäft Stellung beziehen. Auf der turnusmäßigen Pressekonferenz vor der Begegnung gegen den FC Schalke 04 wird das Bundesliga-Spiel aber nicht im Blickpunkt stehen.

Selbst der VW-Club VfL Wolfsburg kann der Einkaufswut des schwerreichen Premier-League-Clubs nichts mehr entgegensetzen. Der Vizemeister könnte seine Rolle als erster Herausforderer von Bayern München verlieren.

Mit ManCity hatte Wolfsburg schon einmal bittersüße Erfahrungen gemacht: 2010 hatte der VfL Torjäger Edin Dzeko an die Citizens verloren. Der Abschiedsschmerz war mit der damaligen Bundesliga-Rekordsumme von 37 Millionen Euro versüßt worden. Die Erinnerung daran sollte ein mahnendes Beispiel sein. Als Dzeko als damals bester VfL-Akteur den Meister von 2009 verließ, dümpelten die Niedersachsen einige Jahre vor sich hin und spielten teilweise gar gegen den Abstieg. Erst 2014 kehrten sie nach Europa zurück.

Lange hatte der VfL versucht, den in der vergangenen Spielzeit überragenden De Bruyne zu halten, um mit dem Belgier einen Angriff auf Branchenprimus Bayern zu starten. Doch dem Werben des Clubs von Scheich Mansour bin Zayed Al Nahyan konnte man letztendlich nichts entgegensetzten. Die sowieso schon gigantische Ablöse könnte über Sonderzahlungen noch auf gut 80 Millionen Euro ansteigen.

In England soll der 24-jährige De Bruyne jährlich bis zu umgerechnet 20 Millionen Euro verdienen. Besteht De Bruyne die medizinischen Tests, reiht er sich in die Liste der kostspieligen Sommertransfers von Man City ein. Erst Mitte Juli war der englischen Flügelstürmer Raheem Sterling für 62,5 Millionen Euro von Liverpool zum Tabellenführer der Premier League gewechselt. Zuletzt gab der Club die Verpflichtung des argentinischen Innenverteidiger Nicolas Otamendi vom FC Valencia für gut 40 Millionen bekannt.