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«Demokratie verteidigen» - Aufruf gegen Überwachung

«Demokratie verteidigen» - Aufruf gegen Überwachung
«Demokratie verteidigen» - Aufruf gegen Überwachung
Arno Burgi

Mehr als 500 Schriftsteller aus aller Welt protestieren mit einem öffentlichen Aufruf gegen die Massenüberwachung durch Regierungen und Unternehmen.

«Ein Mensch unter Beobachtung ist niemals frei; und eine Gesellschaft unter ständiger Beobachtung ist keine Demokratie mehr», heißt es in dem Schreiben, das die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» am Dienstag veröffentlichte. Der Aufruf sollte in 30 Zeitungen weltweit erscheinen. Zu den Unterzeichnern gehören den Angaben zufolge fünf Literaturnobelpreisträger, darunter Günter Grass und Tomas Tranströmer. Im Internet können Bürger den Protestbrief ebenfalls unterschreiben.

«Massenhafte Überwachung behandelt jeden einzelnen Bürger als Verdächtigen» und hebele so die Unschuldsvermutung aus, schrieben die Autoren. Bürger sollten mitentscheiden dürfen, welche Daten über sie gesammelt, gespeichert und verarbeitet werden.

Über Einzelheiten der Aktion wollen die Initiatoren, unter anderem die Schriftsteller Juli Zeh, Eva Menasse, Ilija Trojanow und Josef Haslinger, zusammen mit dem Journalisten Jakob Augstein an diesem Dienstag informieren.