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Deutsche Aktien steigen bei lustlosem Handel

Deutsche Aktien haben ihr erhöhtes Kursniveau behauptet. Der Dax pendelte zwischen Plus und Minus und stand am Mittag 0,10 Prozent höher bei 8424 Punkten.

In seiner jüngsten Erholung hatte er am Vortag auf dem höchsten Stand seit Ende Mai geschlossen. Für den MDax ging es zuletzt um 0,05 Prozent auf 14 787 Punkte hoch. Der TecDax gewann 0,81 Prozent auf 1039 Punkte. Der Leitindex der Eurozone, der EuroStoxx 50, legte 0,04 Prozent zu.

«Die ermutigenden Konjunkturdaten aus Frankreich und Deutschland unterstreichen die Hoffnung, dass die Eurozone wirtschaftlich das Schlimmste hinter sich hat», sagte Marktexperte Robert Halver von der Baader Bank. Das sei günstig für die Aktienmärkte, zumal die Liquiditätsversorgung als Antriebsfeder weiter üppig bleibe. Die Sorge um die Bremsmaßnahmen der US-Notenbank sollten indes abebben.

Zwar wird laut Halver im September das sogenannte «tapering» kommen, andererseits rechnet er aber mit der konsequenten Beibehaltung der Niedrigzinspolitik. Das wirke als positive Kompensation. Fundamental sind laut Halver 8800 Punkte im Dax möglich.

Hierzulande läuft die Berichtssaison mit einer letzten Flut an Bilanzvorlagen langsam aus. Mit RWE und ThyssenKrupp rücken zwei Sorgenkinder der vergangenen Monate im Dax in den Fokus. «Bei RWE sind die bereinigten Ergebnisse etwas enttäuschend ausgefallen», sagte ein Börsianer. Die Aktie fiel mit minus 5,55 Prozent auf 21,12 Euro ans Dax-Ende. Der angeschlagene Industriekonzern ThyssenKrupp steckt weiter tief in den roten Zahlen. Beim geplanten Verkauf der verlustreichen Stahlwerke in Übersee tritt er auf der Stelle. Der Bericht drückte die Papiere mit 2,67 Prozent ins Minus.

Im MDax waren Celesio-Aktien nach einem gesenkten Ergebnisziel des Pharmahändlers mit minus 2,67 Prozent der größte Verlierer. Vor allem die anhaltende Rabattschlacht in Deutschland hinterließ im zweiten Quartal erneut Spuren. Die Anteile am Baukonzern Hochtief fielen trotz «sehr guter Zahlen» um 1,74 Prozent. Die Papiere der australischen Tochter Leighton verloren nach der Bilanzvorlage am Morgen fast sechs Prozent, betonte ein Händler.