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Deutsche Aktien von steigender Unsicherheit belastet

Die deutschen Aktienindizes sind am Donnerstag nach freundlichem Start ins Minus gerutscht. Der Dax stand am Mittag 0,27 Prozent tiefer bei 8642 Punkten, der MDax verlor 0,07 Prozent auf 14 992 Punkte. Der TecDax musste mit minus 0,46 Prozent auf 1073 Punkte noch etwas größere Abschläge hinnehmen.

Der Leitindex der Eurozone EuroStoxx 50 fiel am Mittag um 0,42 Prozent zurück. Es gebe aktuell einige Unsicherheitsfaktoren und dafür halte sich der Markt erstaunlich gut, sagte ein Börsianer. Zum einen ist die Regierungsbildung in Deutschland noch unklar. Zudem verwies ein Händler auf die wieder wackelige politische Lage in Italien, die sich zuspitzen könnte. Mit dem Haushaltskonflikt in den USA steht noch eine weitere Unbekannte in der Gleichung.

Mit einem Kursabschlag 1,55 Prozent knüpften Deutsche Bank an ihre Vortagesschwäche an. Auf einer Investorenveranstaltung hatte Co-Chef Anshu Jain die Anleger auf ein schwaches Quartalsergebnis vorbereitet. Hinzu kommt Börsianern zufolge das Thema Italien. Eine weitere Verschärfung könnte neue Turbulenzen bei italienischen Staatsanleihen auslösen. Das würde insbesondere die Banken belasten. Ihren positiven Trend setzen T-Aktien fort, die an der Indexspitze 1,18 Prozent gewinnen. Bei 10,71 Euro erreichte die Telekom ein Hoch seit August 2011.

Adidas-Papiere legten 0,05 Prozent zu. Die Neuausrichtung der Problemtochter Reebok scheint langsam Früchte zu tragen. Am Abend nach Handelsschluss legt zudem Nike Zahlen vor. K+S verteuerten sich um 0,92 Prozent. In einem erbitterten Streit in der Kali-Branche hat Weißrussland die Untersuchungshaft gegen den Chef des russischen Bergbaukonzerns Uralkali in Hausarrest umgewandelt. Das bringt einem Händler zufolge Hoffnungen auf eine Beruhigung der Lage und eine Wiederbelebung des russisch/weißrussischen Kali-Kartells.