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Deutsche Aktien weiter im Minus

Belastet von einem zum Teil schleppenden Anleihenverkauf in Italien sind die deutschen Standardwerte am Freitag überwiegend ins Minus gerutscht. Der Dax verlor bis zum Mittag 0,51 Prozent auf 8620 Punkte.

Der Leitindex steht nach wechselhaften Kursverläufen in den vergangenen Tagen nun rund 50 Punkte unter seinem Niveau von vor einer Woche. Der MDax gab am Freitagmittag um 0,06 Prozent auf 15 034 Punkte nach, während der TecDax ein Plus von 0,24 Prozent auf 1082 Punkte erzielte. Der EuroStoxx 50 verlor 0,56 Prozent.

In Europa richten sich die Blicke weiter auf die politische Instabilität in Italien und ihre Auswirkungen auf die Kapitalmärkte. So haben Dax und MDax negativ auf zwei Anleiheauktionen im Volumen von sechs Milliarden Euro reagiert.

In dem Krisenland war die Nachfrage nach Anleihen mit zehnjähriger Laufzeit geringer als zuletzt und Italien musste mit 4,5 Prozent etwas mehr für seine Refinanzierung bezahlen. Etwas Unterstützung kommt dagegen bei ansonsten weiter ruhiger Nachrichtenlage aus dem US-Handel, wo die Standardwerteindizes am Vorabend trotz des anhaltenden Streits um die Schuldenobergrenze ihre fünftägige Verlustserie beenden konnten.

Adidas-Papiere zogen nach überraschend guten Zahlen des US-Erzrivalen Nike im Dax um 0,52 Prozent an. Die Anteile an dem US-Sportartikel-Konzern hatten nachbörslich mehr als sechs Prozent gewonnen. Die gut laufenden Geschäfte auf dem US-amerikanischen Markt und vor allem die gute Auftragsentwicklung stützen nun auch Adidas-Papiere. Post-Aktien gewannen 0,71 Prozent nach einer Kurszielerhöhung durch Goldman Sachs. Nach einer negativen Studie rutschten dagegen die Titel von HeidelbergCement als schwächster Dax-Wert um 3,05 Prozent ab.