Arriva-Verkauf wird geprüft

Deutsche Bahn legt Bilanz für 2018 vor

– Die Deutsche Bahn legt heute in Berlin ihre Konzernbilanz für das vergangene Jahr vor. Der bundeseigene Konzern steht seit längerem wegen Zugverspätungen, Ausfällen und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik.
dpa
Deutsche Bahn
Die Bahn steht seit längerem wegen Zugverspätungen, Ausfällen und Servicemängeln bei vielen Fernzügen in der Kritik. Foto: Jan Woitas

Ein Thema bei der Bilanz-Pressekonferenz könnte auch die Entscheidung des Aufsichtsrates sein, wonach der Vorstand Verkaufsoptionen für die profitable Auslandstochter Arriva prüfen soll.

Endgültig über eine mögliche Veräußerung entscheiden will der Aufsichtsrat nach früheren Informationen im September. Der Vorstand soll den Angaben zufolge verschiedene Optionen prüfen: einen Verkauf von bis zu 100 Prozent an einen oder mehrere Investoren sowie einen Börsengang. Damit könnte der Schuldenanstieg begrenzt werden.

Schon seit längerem ist ein möglicher Verkauf oder Teilverkauf der profitablen Tochter im Gespräch. DB Arriva mit Sitz im nordenglischen Sunderland betreibt mit mehr als 50.000 Beschäftigten Busse und Züge in 14 europäischen Ländern. Bahnchef Richard Lutz hatte dem Bund im Januar vorgeschlagen, Arriva zu verkaufen. Damals hieß es, das könne rund 4 Milliarden Euro einbringen. Nach Bahnangaben erzielte die Auslandstochter im vergangenen Jahr einen Umsatz von 5,44 Milliarden Euro.

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