Deutsche Post erhöht Gewinnprognose

Deutsche Post erhöht Gewinnprognose
Deutsche Post erhöht Gewinnprognose
Hannibal Hanschke

Die Deutsche Post schlägt sich in der weltweiten Konjunkturflaute besser als die Konkurrenz. Während die Rivalen UPS und TNT zuletzt mit Gewinnrückgängen zu kämpfen hatten, überraschte der Bonner Logistikkonzern die Anleger mit einer leichten Anhebung seiner Gewinnprognose für das laufende Jahr.

Das machte die Post-Aktie zunächst zum größten Gewinner im DAX. «Unsere Stärke im internationalen Expressgeschäft und im deutschen Paketmarkt hat sich in den letzten Monaten einmal mehr ausgezahlt», sagte Post-Chef Frank Appel bei der Präsentation der Quartalszahlen.
Dank der Begeisterung der Bundesbürger für den Online-Einkauf stiegen die Umsätze im Paketgeschäft im zweiten Quartal um knapp 9 Prozent. Auch im internationalen Expressgeschäft mit der Marke DHL setzte der Konzern das organische Umsatz- und Ergebniswachstum fort.

Dennoch blieb auch die Post von den Auswirkungen der lahmenden Weltwirtschaft nicht völlig verschont. Vor allem im Speditionsgeschäft verbuchte das Unternehmen spürbare Einbußen. Sowohl in der Luft- wie in der Seefracht spüre der Konzern das angespannte Marktumfeld, sagte Finanzvorstand Larry Rosen.

Insgesamt fiel im zweiten Quartal der Konzerngewinn mit 422 Millionen Euro mehr als doppelt so hoch aus wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres, wobei allerdings Einmaleffekte eine große Rolle spielten. Aussagekräftiger sind die Zahlen für das erste Halbjahr: Hier stieg das operative Ergebnis (Ebit) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 7,8 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro. Der Konzerngewinn erhöhte sich um 27 Prozent auf 920 Millionen Euro. Auch bereinigt um Einmaleffekte habe das Gewinnplus in der ersten Jahreshälfte bei 26 Prozent gelegen, betonte der Konzern. Der Umsatz stagnierte mit 27,1 Milliarden Euro auf dem Vorjahresniveau.

Für das Gesamtjahr 2013 hob der Konzern seine Gewinnprognose leicht an. Er erwartet nun ein Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 2,75 und 3 Milliarden Euro, 50 Millionen Euro mehr als bislang. Ausschlaggebend dafür sind allerdings nicht bessere operative Ergebnisse, sondern hier macht sich die Auflösung einer Rückstellung im Briefbereich bemerkbar. Auch über das laufende Jahr hinaus rechne der Konzern aber weiterhin mit einer Fortsetzung des positiven Ergebnistrends, hieß es.