AUF DEM MITTELMEER

Deutsches Rettungsschiff nimmt Migranten vor Libyen auf

Nach dem Drama um das Rettungsschiff „Sea-Watch 3” hat nun eine andere deutsche Hilfsorganisation Migranten vor Libyen mit ihrem Schiff aufgenommen.
dpa
Rettungsschiff „Alan Kurdi”
Das Rettungsschiff „Alan Kurdi” hat schon in der Vergangenheit immer wieder Migranten aufgenommen. Foto: Fabian Heinz/Sea-eye.org/AP/Archiv
Rom ·

Die „Alan Kurdi” habe 65 Menschen in internationalen Gewässern auf einem überladenem Schlauchboot vor Libyen entdeckt und gerettet, teilte die Regensburger Organisation Sea-Eye am Freitag mit.

Die Rettungsleitstellen in Libyen, Italien, Malta und Deutschland seien informiert worden. Das Einsatzzentrum in Bremen habe das Auswärtige Amt eingeschaltet. Die „Alan Kurdi” fährt unter deutscher Flagge.

Derzeit wartet bereits ein weiteres Rettungsschiff der italienischen Hilfsorganisation Mediterranea mit mehr als 50 Migranten auf den Einlass in einen sicheren Hafen. Italiens Innenminister Matteo Salvini hat eine Einfahrt bereits verboten. Malta hatte sich bereit erklärt, die Menschen von dem Segelboot „Alex” aufzunehmen. Allerdings nur, wenn Italien im Gegenzug 55 Migranten übernimmt, die bereits in Malta sind.

Das Schiff der Hilfsorganisation Sea-Watch war mit Dutzenden Migranten mehr als zwei Wochen auf dem Meer blockiert, bevor die Kapitänin Carola Rackete trotz Verbots der italienischen Regierung in den Hafen von Lampedusa gefahren ist. Sie wurde festgenommen. Allerdings hob eine Ermittlungsrichterin diese Woche den Hausarrest wieder auf und ließ die Vorwürfe gegen die Deutsche fallen.

Stadt. Land. Klassik! - Konzert in Rom

zur Homepage